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Martin Schulz freut sich über Nennung

Außenminister und Kanzlerkandidat Martin Schulz freut sich über Nennung

Der bis Ende 2016 als Präsident des Europäischen Parlaments amtierende Sozialdemokrat Martin Schulz hält sich bereit für eine auch herausgehobene Rolle im nächsten Bundestagswahlkampf.

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Der bis Ende 2016 als Präsident des Europäischen Parlaments amtierende Sozialdemokrat Martin Schulz hält sich bereit für eine auch herausgehobene Rolle im nächsten Bundestagswahlkampf.

Quelle: Maurizio Gambarini

Berlin. In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören, sagte Schulz auf die Frage, ob er sich freue, als nächster Außenminister oder auch als SPD-Kanzlerkandidat genannt zu werden: „Ich habe keine Angst vor weiteren Wahlkämpfen.“ Er sei das dienstälteste Vorstandsmitglied der SPD und wolle mit dieser Arbeit weitermachen. „Es gibt Schlimmeres, als für höhere Aufgaben gehandelt zu werden.“ Zugleich lobte Schulz die „hervorragende Arbeit“ von Frank-Walter Steinmeier  und die des „führungsstarken und brillanten Parteivorsitzenden“.

Steinmeier gilt in der SPD und selbst im Umfeld der Bundeskanzlerin als Kandidat, falls Bundespräsident Joachim Gauck für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung stehen sollte. Schulz mit seinem europäischen Engagement dürfte dann als Steinmeiers Nachfolger auf dem Ministerstuhl gesetzt sein. Zudem gibt es Überlegungen in der SPD-Spitze, Schulz zum Herausforderer im Wahlkampf von Angela Merkel zu machen, falls die persönlichen Negativwerte für Gabriel in Umfragen nicht besser werden.

Schulz ist überzeugt, dass die SPD Angela Merkel bei der nächsten Wahl schlagen könne. „Die Menschen werden auf Dauer erkennen, dass moralischer Anspruch und pragmatische Effizienz der Markenkern der SPD sind. Und das wird sich auszahlen.“ Er selbst sieht sich als „Figur der deutschen Innenpolitik“. Seine Partei forderte Schulz zu einer „klaren Haltung“ auf: „Möglicherweise kontrovers im Argument aber geschlossen im Ergebnis. Wenn die SPD das beherzigt und sich dann hinter ihren Vorsitzenden stellt, gewinnt sie Wahlen.“ Sie sollte den Streit um Inhalte wichtiger nehmen, als „die Performance“.

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