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Massiver Anstieg der Asylverfahren in Schleswig-Holstein

Flüchtlinge Massiver Anstieg der Asylverfahren in Schleswig-Holstein

Die Zahl der Asylverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist in Schleswig-Holstein in den ersten neun Monaten massiv angestiegen. Bis Ende September gingen 2750 Verfahren ein, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte.

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Ein Hinweisschild «Asylverfahren» ist zu sehen.

Quelle: Carsten Rehder/Archiv

Schleswig. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr waren es lediglich 1945 Fälle.

Dank eines höheren Personaleinsatzes konnten die Schleswiger Richter die durchschnittliche Verfahrensdauer aber von 10,5 Monaten in 2015 auf nun 7,6 Monate verringern. Eilverfahren erledigten sie im Schnitt innerhalb von 0,7 Monaten (2015: 1,7 Monate). Bis Ende September waren im laufenden Jahr bereits 2115 Verfahren erledigt (2015: 2079). Auf den Schreibtischen der Richter lagen Ende September trotzdem noch 1579 Fälle.

Knapp ein Drittel aller Kläger kommt aktuell aus Syrien, gefolgt von Afghanistan und Albanien. Abgelehnte Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten hatten in Hauptsacheverfahren nur in gut einem Drittel aller Fälle (35,29 Prozent) Erfolg. Hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ihren Antrag bereits als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt hatte, scheitern meist auch vor Gericht. Nur jede hundertste Klage (1,11 Prozent) hatte Erfolg. Aber auch bei allgemeinen Asylverfahren (21,79) und wenn die Kläger bereits aus einem anderen EU-Land kamen (36,3) waren die Erfolgsquoten nicht hoch.

dpa

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