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Minister fordert klare Regeln gegen Missbrauch von Werkverträgen

Arbeit Minister fordert klare Regeln gegen Missbrauch von Werkverträgen

Angesichts vieler Missbrauchsfälle bei Leiharbeit und Werkverträgen ist die vom Bund geplante Reform aus Sicht des Kieler Wirtschafts- und Arbeitsministers Reinhard Meyer überfällig.

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Der Kieler Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD).

Quelle: Hendrik Schmidt/Archiv

Kiel/Erfurt. "Werkverträge sind für die Wirtschaft zweifellos ein gängiges und wichtiges Instrument, aber sie dürfen nicht länger zu Auswüchsen wie in der Vergangenheit führen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Er nimmt in Erfurt an der Konferenz der Arbeits- und Sozialminister teil.

 

 

Meyer erinnerte an drastische Vorkommnisse bei Werkvertragsfirmen, die mit Werften zusammengearbeitet hatten: "Sieben-Tage-Wochen bei 10 bis 14 Stunden täglicher Arbeit zu Hungerlöhnen waren hier keine Seltenheit". Auch zum Teil menschenunwürdige Unterbringungen der Beschäftigten durch Subunternehmen seien alarmierend gewesen. "Hier setzt der Bund nun endlich klare Regeln und Grenzen", sagte Meyer.

 

 

Der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sieht vor, Leiharbeit auf 18 Monate zu begrenzen, bei der Entlohnung Leiharbeiter spätestens nach 9 Monaten mit der Stammbelegschaft gleichzusetzen und Arbeitsverhältnisse bei Werkverträgen schärfer zu prüfen. Bundesweit gibt es rund 800 000 Leiharbeiter, das sind rund zwei Prozent aller Erwerbstätigen.

 

dpa

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