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Ministerin stellt Zeugnisse ohne Noten vor

Schulen Ministerin stellt Zeugnisse ohne Noten vor

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat am Mittwoch in Kiel standardisierte Grundschul-Zeugnisse ohne Noten vorgestellt. Sie sind für jene Schulen gedacht, die keine Ziffernnoten mehr erteilen.

Kiel. Spätestens in drei Jahren müssen diese Schulen die sogenannten Kompetenz-Zeugnisse verwenden, die Ernst mit Prof. Jens Möller von der Universität Kiel präsentierte.

"Der Entwicklungsbericht an den Grundschulen funktioniert und bietet ein gutes Abbild der Leistungen von Schülerinnen und Schülern", sagte Ernst. Einige Schwachpunkte seien abgestellt worden. Ein vorläufiger Entwurf des "Kompetenz"-Zeugnisses war in Absprache mit Eltern und Lehrern überarbeitet worden, um Unklarheiten im Bewertungsschema auszuräumen. Seit vergangenem Schuljahr müssen Grundschulen im Norden keine Noten geben, können es aber auf Beschluss der Schulkonferenz, wobei die Mehrheit der Lehrer den Ausschlag gibt.

Die CDU-Bildungspolitikerin Heike Franzen nannte die von Ernst vorgestellten Zeugnisse untauglich. FDP-Kollegin Anita Klahn forderte für jede der bewerteten Kompetenzen eine zusammenfassende Note. Für die Schüler seien die Bewertungen nicht verständlich genug. Klahn befürchtet auch, dass notenfreie Zeugnisse verbindlich eingeführt werden sollen. Grüne und SPD zeigten sich zufrieden.

dpa

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