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"Asylpakete lösen nicht die Flüchtlingsfrage"

Ministerpräsident Torsten Albig "Asylpakete lösen nicht die Flüchtlingsfrage"

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat davor gewarnt, in der Flüchtlingspolitik den Menschen falsche Lösungen vorzugaukeln. Das Asylpaket II werde gar nichts an der Frage ändern, ob sich noch einmal eine Million Menschen aus Syrien auf den Weg machen, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Kiel.

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat davor gewarnt, in der Flüchtlingspolitik den Menschen falsche Lösungen vorzugaukeln.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Bei den sicheren Herkunftsländern gehe es um 30 000 Menschen aus drei Staaten in Nordafrika, beim Ringen um den Familiennachzug um 1700.

Die eigentliche Flüchtlingsfrage laute nicht, wie die Zahl der Flüchtlinge in einer bestimmten Zeit von einer Million auf 200 000 sinken kann, sagte Albig. „Wir haben auf diese Frage keine Antwort in unserer Gesellschaft.“ Diese Frage werde beantwortet in Syrien, in den Flüchtlingslagern in Jordanien und im Libanon und mit der europäischen Solidarität — nicht aber mit den deutschen Asylpaketen I, II oder III. „Den Menschen vorzugaukeln, wir hätten eine Antwort über ein Asylpaket, ist töricht“, sagte Albig. „Das eigentliche Problem wird nicht hier im Landtag, wird auch nicht im Bundestag entschieden, sondern ist eine verrückt gewordene zusammenbrechende Welt.“

Entscheidend sei, ob Deutschland eine Million Menschen in die Gesellschaft integrieren und damit Vorbild in Europa werden kann, sagte Albig. Deutschland sei nicht dabei, zusammenzubrechen, sondern zeige wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg seine Stärken.

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