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Habeck: Milchkrise löscht Höfe aus

Mit Infografik Habeck: Milchkrise löscht Höfe aus

Die niedrigen Milchpreise bedrohen aus Sicht des schleswig-holsteinischen Agrarministers Robert Habeck (Grüne) die Existenz zahlreicher Bauernhöfe. "Wenn das Höfesterben in diesem Tempo weitergeht, werden in fünf Jahren allein in Schleswig-Holstein die Hälfte der Milchbauern verschwunden sein."

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Ausgleich: Robert Habeck (Grüne) fordert Staatsgeld für Bauern, die weniger melken.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. "In anderen Bundesländern sieht es ähnlich aus", warnte Habeck in der Zeitung "Die Welt" (Freitag). Die Krise ist Thema der Agrarminister von Bund und Ländern, die am Freitag ihre Frühjahrstagung in Göhren-Lebbin in Mecklenburg-Vorpommern abschließen wollten.

Staatsgeld soll Bauern entlohnen

Habeck forderte, EU-Gelder stärker auf kleinere und mittlere Betriebe zu konzentrieren. Bauern, die weniger melken, sollen dafür mit Staatsgeld belohnt werden. Zudem sei der Handel in der Verantwortung, Landwirte fair zu bezahlen. "Was die Milchbauern betrifft: Da gibt es momentan keinen funktionierenden Markt. Faktisch sind sie geknebelt", sagte Habeck mit Blick auf die Marktmacht der Handelsketten. "Auf den Preis haben die Bauern null Einfluss."

Infografik: Milch wird immer billiger | Statista

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Genossenschaft der Meierei Horst
Foto: Tatjana Tegel führt die 125 Jahre alte Meierei in die Zukunft. Sie setzt auf eine schonende Produktion: Die tagesfrische Bio-Milch wird nur pasteurisiert, der Rahm für die Butter reift extra langsam und liefert als Nebenprodukt eine gesäuerte Buttermilch. Außerdem werden weitere Milchsorten, Sahne, Joghurt und Quark produziert.

Jeder sechste Milchhof in Schleswig-Holstein existenziell bedroht. Landwirt Jörg Hauschildt unterstützt deshalb den Aufruf der Meierei Horst, der Öko-Melkburen und der Regionalwert AG Hamburg. Sie fordern die Verbraucher auf, nur noch Milch aus nachhaltiger, regionaler Erzeugung zu kaufen.

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