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NDR 90,3: Einigung im Streit um Sophienterrasse in Sicht

Flüchtlinge NDR 90,3: Einigung im Streit um Sophienterrasse in Sicht

Hamburg (dpa/lno) - Im Streit um das geplante Flüchtlingsheim Sophienterrasse im vornehmen Hamburger Stadtteil Harvestehude bahnt sich nach Medien-Informationen eine Lösung an.

Nach Infos des Senders NDR 90,3 stehen das zuständige Bezirksamt und klagende Anwohner kurz vor einem Kompromiss.

Die drei klagenden Villenbewohner im Stadtteil Harvestehude verhandelten seit zwei Wochen mit dem Bezirksamt Eimsbüttel, um den von ihnen erlangten Baustopp fallen zu lassen, berichtete der Sender. Sie könnten nun doch einem Vergleichsvorschlag des Gerichts zustimmen, den sie im Mai noch abgelehnt hatten.

Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke sagt zu NDR 90,3, der Gesinnungswandel der Kläger habe auch damit zu tun, dass eine Änderung des Bebauungsplans eingeleitet worden sei, um den Baustopp an der Sophienterrasse auszuhebeln. "Das, glaube ich, ist nicht ohne Eindruck geblieben." Mit Blick auf die Flüchtlingssituation fügte er hinzu: "Man wird wohl auch sagen können, dass die gegenwärtige gesamtpolitische Lage dazu beigetragen hat, einen Verständniswechsel bei den Klägern herbeizuführen."

Kommt es zur Einigung, könnte nach Informationen des Senders der Umbau des 15 Millionen Euro teuren Gebäudes beginnen und noch im Winter Flüchtlingsfamilien in die Nähe der Alster umziehen.

Das Verwaltungsgericht Hamburg hatte Ende Januar einem Eilantrag von drei Anwohnern stattgegeben und den Umbau des früheren Kreiswehrersatzamts in eine Unterkunft gestoppt. Es verwies dabei unter anderem auf den Baustufenplan von 1955, der das Gebiet als besonders geschütztes Wohngebiet ausweise. In dem seit 2012 leerstehenden Gebäude möchte die Stadt etwa 200 Flüchtlinge unterbringen.

dpa

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