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Naturschützer: EU-Agrarpolitik und Naturschutz im Konflikt

Umweltpolitik Naturschützer: EU-Agrarpolitik und Naturschutz im Konflikt

Naturschützer haben eine Änderung der gemeinsamen EU-Agrarpolitik gefordert. Nur so könne die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft gerettet werden, wie der NABU am Dienstag mitteilte. In Schleswig-Holstein seien die negativen Auswirkungen der EU-Agrarpolitik auf den Feldern und Wiesen seit Jahren zu beobachten, sagte NABU-Geschäftsführer Ingo Ludwichowski.

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Eine Feldlerche auf einem Ast.

Quelle: Patrick Pleul/Archiv

Neumünster. "Die Feldlerche ist vom ursprünglich häufigsten Brutvogel des Landes zur regionalen Rarität abgestiegen." Kiebitz, Uferschnepfe, Grauammer und andere Arten der Wiesen und Felder in viele Regionen ausgestorben. Und "für die Trauerseeschwalbe auf Eiderstedt musste vom NABU Umweltschadenklage erhoben werden, um den kärglichen Restbestand zu sichern."

Deutschlandweit seien im Vergleich zu 1990 jede dritte Feldlerche, 75 Prozent der Kiebitze und sogar 94 Prozent der Rebhühner verloren gegangen. "Für alle diese Arten gibt es in der Praxis erprobte Schutzmaßnahmen, die lokale Bestände sogar zunehmen lassen", sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. "Aber gegen die allgemeine Nutzungsintensivierung unter der aktuellen Agrarpolitik reicht das nicht aus."

Hintergrund ist eine aktuelle Studie von acht Forschungseinrichtungen und Verbänden zum Zusammenhang zwischen dem Rückgang von Feldvögeln in Europa und der EU-Naturschutz- und Agrarpolitik.

dpa

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