18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Alheit zieht positive Zwischenbilanz

Neue Lehrerausbildung Alheit zieht positive Zwischenbilanz

Im Kieler Landtag streiten Regierung und Opposition, ob die neue Lehrerausbildung ein Erfolg ist. Die Ministerin lobte die Reform. Die Opposition sprach dagegen vom Löcherstopfen.

Voriger Artikel
Senat zu Streit um Olympia-Kosten: Bund kann Konzept trauen
Nächster Artikel
Regierungschefs werben für Verkehrsprojekte im Norden

Die neue Lehrerausbildung in Schleswig-Holstein bewährt sich nach Ansicht von Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD).

Quelle: dpa

Kiel. Die neue Lehrerausbildung in Schleswig-Holstein bewährt sich nach Ansicht von Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD). Im Landtag zog sie am Freitag eine durchweg positive Zwischenbilanz der im Juli 2014 geänderten Lehrerausbildung. Die neuen Studiengänge seien akkreditiert, die Abschlüsse in anderen Bundesländern anerkannt und die Schulen im Norden würden sich um die Bachelor-Absolventen für ein Praxissemester reißen. Der geplante Kostenrahmen werde eingehalten.

Auch Redner von SPD und Grünen lobten die Reform, wonach statt Gymnasiallehrern künftig Stufenlehrer für die Klassen 5 bis 13 in allen Schularten in Kiel und Flensburg ausgebildet werden. Die Opposition bewertete die Reform und ihre Umsetzung negativ. Die Schulen nutzten das Praxissemester von Bachelor-Absolventen, um Löcher bei der Unterrichtsversorgung zu stopfen, kritisierte die CDU-Abgeordnete Heike Franzen.

Ihr FDP-Kollege Christopher Voigt ergänzte, „natürlich nehmen die Schulen Hochschulabsolventen, die kostenlos für sie arbeiten“. Es handle sich um eine Sparmaßnahme und keine vernünftige Lösung. Im übrigen würden die naturwissenschaftlichen und technischen Lehrerstudiengänge nicht nennenswert ausgebaut, obwohl Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) dies als einen zentrales Motiv für die Reform genannt habe.

Franzen kritisierte auch, dass die Landesregierung 475 Referendariatsplätze gestrichen habe. Und im Studiengang Sonderpädagogik in Flensburg müssten mangels Kapazität zwei Drittel der Bewerber abgewiesen werden. Laut Opposition werden die künftigen neuen Studiengänge in anderen Bundesländern nur für die Sekundarstufe I, also die Klassen 5 bis 10 anerkannt. Ob die neue Lehrerausbildung sich bewähren werde, sei noch nicht absehbar.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3