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IS droht den Europäern

Neue Videobotschaft IS droht den Europäern

Nach den Terroranschlägen von Paris warnen die französische Regierung und der US-Geheimdienst CIA vor neuen Attentaten islamischer Extremisten. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bereite weitere Attacken gegen europäische Länder vor, sagte der französische Premierminister Manuel Valls am Montag.

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Schwer bewaffnet: Die Bundespolizei patrouilliert im Kieler Hauptbahnhof.

Quelle: Frank Peter

Paris/Brüssel/Kiel. Der IS drohte in einer neuen Videobotschaft mit weiteren Anschlägen. CIA-Chef John Brennan nimmt das bitterernst: „Ich gehe davon aus, dass dies nicht die einzige Operation ist, die der IS in der Pipeline hat.“ In Deutschland überprüfen Sicherheitsbehörden den Schutz von Großereignissen wie Fußballspiele und Weihnachtsmärkten.

 Frankreichs Präsident François Hollande will eine weltweite Koalition gegen den IS ins Leben rufen — unter Einschluss von Russland. Der Staatschef kündigte an, den UN-Sicherheitsrat anzurufen und bald mit US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Wladimir Putin über eine einheitliche Strategie in Syrien zu sprechen. „Was wir brauchen, ist eine gemeinsame Bewegung all jener, die gegen den Terrorismus kämpfen“, sagte der Präsident.

 Ein Drahtzieher der Attacken von Paris soll der gesuchte belgische Islamist Abdelhamid Abaaoud sein. Die Polizei fahndete zudem nach weiteren flüchtigen Komplizen. In Frankreich durchsuchte die Polizei landesweit rund 170 Wohnungen und nahm 23 Verdächtige fest. Dabei wurden 31 Waffen beschlagnahmt, darunter in Lyon ein Raketenwerfer. Ziel der Razzien war nach Regierungsangaben vor allem, weitere Anschlagspläne zu vereiteln. Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte an, auch Moscheen zu schließen, in denen radikales Gedankengut verbreitet werde. Auch in Belgien gab es neue Razzien. Spezialeinsatzkräfte suchten am Montag in Brüssel vor allem nach dem flüchtigen Belgier Salah Abdeslam — allerdings erfolglos. Der 26-Jährige ist der Bruder eines Selbstmordattentäters von Paris und zur Fahndung ausgeschrieben.

Von dem flüchtigen Belgier fehlt noch immer jede Spur.

Quelle: Police Nationale

Auch in Schleswig-Holstein sind die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar verschärft worden: In den Bahnhöfen patrouillieren Bundespolizisten mit Maschinenpistolen. Landesweit fährt die Polizei in den Innenstädten verstärkt Streife. Innenminister Stefan Studt (SPD) will sich heute zur Sicherheitslage äußern. Am Montag tagten Staatsschutz und Polizeiführung. Die Gewerkschaft der Polizei warnt: „Personell wären wir nicht auf eine Lage wie in Paris eingestellt“, sagte Landesvorsitzender Manfred Börner. Die Bewältigung des Flüchtlingszuzugs binde zu viele Kräfte.

 Von Torsten Holtz und Bastian Modrow

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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