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Nord-CDU-Chef will konsequentes Vorgehen gegen Grusel-Clowns

Kriminalität Nord-CDU-Chef will konsequentes Vorgehen gegen Grusel-Clowns

Sie tauchen plötzlich auf, um Menschen zu erschrecken: Sogenannte Grusel-Clowns. Solche Vorfälle gibt es auch im Norden. CDU-Landeschef Liebing fordert eine strikte Anwendung des Strafrechts.

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CDU-Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein Ingbert Liebing.

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Kiel. Ein entschlossenes Vorgehen gegen Grusel-Clowns verlangt der schleswig-holsteinische CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing. Das Treiben der Horror-Clowns sei kriminell und dürfe nicht als Ordnungswidrigkeit nach dem Motto "grober Unfug" abgetan werden, sagte Liebing der Deutschen Presse-Agentur am Montag. "Hier muss das Strafrecht konsequent angewendet werden und wenn es da Lücken gibt, muss das Strafrecht notfalls auch nachgeschärft werden."

Hier kämen Menschen zu Schaden, unabhängig davon, ob sie verprügelt werden, sagte Liebing. Auch wenn die Psyche leide, weil zum Beispiel Kinder auf übelste Weise erschreckt werden, sei das eine Form der Körperverletzung. "Wichtig ist, dass hier nicht noch lange Gutachten erstellt werden müssen, um festzustellen, ob jemand wirklich einen psychischen Schaden davonträgt", sagte der CDU-Landesvorsitzende. Wer so etwas mache, müsse wissen, dass er kriminell handle und dies geahndet werden müsse. Hier werde das subjektive Sicherheitsgefühl von Menschen aufs Spiel gesetzt.

Opfer sollten sofort die Polizei rufen, damit die Täter gefasst werden können, riet Liebing und betonte: "Wir brauchen eine flächendeckende Polizeipräsenz". Der Rückzug der Polizei aus der Fläche, den die jetzige Landesregierung betreibe, sei ein Fehler. Im Falle einer Regierungsübernahme nach der Landtagswahl im Mai nächsten Jahres werde die CDU die Schließung von Polizeistationen auf dem Landes prüfen und sie wieder öffnen, wo immer dies möglich sei.

Mit Baseballschlägern oder Messern bewaffnet, tauchen Grusel-Clowns plötzlich aus Verstecken auf, um Menschen zu erschrecken. In Schleswig-Holstein wurden zuletzt Fälle von Sylt und aus Kiel gemeldet. Berichte über solche Fälle haben sich in Deutschland zuletzt gehäuft. Es gab auch schon Verletzte. In mehreren Fällen wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung und Nötigung eingeleitet.

dpa

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