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Nordfriesland wehrt sich gegen Windkraftanlagen

Energie Nordfriesland wehrt sich gegen Windkraftanlagen

Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen plant vier neue große Landschaftsschutzgebiete, um auf diesen Flächen Windkraftanlagen zu verhindern. "Der erste juristische Schritt in Richtung dieses Ziels ist die einstweilige Sicherstellung der Gebiete", teilte der Landkreis am Mittwoch mit.

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Landrat des Kreises Nordfriesland Dieter Harrsen spricht.

Quelle: Bodo Marks/Archiv

Husum. In den geplanten Verordnungen für rund 22 Prozent der gesamten Kreisfläche soll demnach vor allem der Schutz des Landschaftsbildes und der Kulturgeschichte angeführt werden, um Windkraft dort zu stoppen.

Für die Landwirtschaft und die Wasserwirtschaft ändere sich auf den Hunderte Quadratkilometer großen Gebieten nichts, schrieb der Landrat an die Bürgermeister der 55 betroffenen Gemeinden. Bis Frühjahr 2018 sollen die neuen Landschaftsschutzgebiete Wiedingharder und Gotteskoog, die Geest- und Marschlandschaften der Soholmer Au und der Arlau sowie die Ostenfeld-Schwabstedter Geest mit vorgelagerter Marsch ausgewiesen sein.

Die Gebiete zählen Landrat Harrsen zufolge zu den charakteristischen Landschaftsräumen. "In diesen Gebieten wurde und wird das traditionelle Erscheinungsbild unserer Heimat in besonderem Maße deutlich", erklärte er. Sie sollten möglichst unverfälscht bewahrt werden. "Dazu gehört insbesondere, dort keine Windkraftanlagen zuzulassen", argumentierte Harrsen.

dpa

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Husum
Foto: Sie sollen sich in Nordfriesland künftig weniger drehen: Windräder.

Mit Naturschutz gegen Ökostrom: Um in vier geplanten Landschaftsschutzgebieten neue Windkraftanlagen zu verhindern, hat Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen die Flächen einstweilig sichergestellt. Der Schutz des Landschaftsbildes und der Kulturgeschichte sei vielen Menschen wichtig.

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