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Nordischer Rat Die Tür wurde einen Spalt geöffnet

Die Gastgeber bewerten diesen Besuch schon jetzt als historisch: Das Präsidium des Nordischen Rates tagt am Dienstag in Schleswig und verknüpft dies mit einem dreitägigen Reiseprogramm.

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Henrik Dam Christensen, Präsident des Nordischen Rates, konnte sich mit Anke Spoorendonk in seiner Muttersprache unterhalten.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Hintergrund ist ein Anliegen aller Fraktionen im Kieler Landtag: Der Nordische Rat möge Schleswig-Holstein wie Estland, Lettland und Litauen einen Beobachterstatus einräumen. Die Landesregierung verspricht sich davon, in den Bereichen Energie, Tourismus, Hochschulen, Bildung und Kultur größeren Einfluss zu gewinnen. Der Nordische Rat ist ein Forum der Länderparlamente von Dänemark, Island, Norwegen, Schweden und Finnland.

Am Montag empfing Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) die Skandinavier am Kieler Landeshaus zum Mittagessen. „Unser großes Interesse ist in Ihrem Präsidium ganz offensichtlich auf offene Ohren gestoßen“, wandte er sich an den Ratspräsidenten Henrik Dam Christensen. Dieser nickte. „Hier ist der echte Norden, das habe ich verstanden“, witzelte der Däne, betonte dann aber, dass sich in der Tat eine enge Zusammenarbeit abzeichne. „Wir sehen Schleswig-Holstein als Pforte zu Europa. Und umgekehrt fasst sich Schleswig-Holstein als Tor Richtung Norden auf.“ Christensen wies insbesondere auf die persönlichen Gespräche „mit Anke“ hin, die zur Vorbereitung wichtig gewesen seien. Europaministerin Anke Spoorendonk (SSW) bezeichnete sich in diesem Zusammenhang als Hebamme. „Der Beobachterstatus wird unsere Position im Ostseeraum stärken.“ Der Nordische Rat fällt seine Entscheidung Anfang November.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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