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Nordkirche: Kirchenbesetzungsaufruf von Sinti und Roma "inakzeptabel"

Migration Nordkirche: Kirchenbesetzungsaufruf von Sinti und Roma "inakzeptabel"

Die Nordkirche hat den Aufruf einer Sinti und Roma Interessensvertretung zu weiteren Kirchenbesetzungen scharf kritisiert und als "inakzeptabel" bezeichnet. "Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft können nicht erzwungen werden", sagte Nordkirchen-Sprecher Pastor Stefan Döbler am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Hamburg. Damit reagierte er auf die Aufforderung der Rom und Cinti Union Hamburg, Kirchenasyl zu erzwingen, um einer Abschiebung zu entgehen. Man könne das Anliegen zwar nachvollziehen, die Form der Besetzung aber missbillige die Kirche. "Grundsätzlich entscheidet jede Kirchengemeinde selbst, ob sie Kirchenasyl gewährt", sagte Döbler.

Währenddessen hat der Kirchenkreis Ost angekündigt, dass ihre Beratungsstelle die Abschiebungsbescheide der rund 40 Roma-Flüchtlinge im Michel einzeln prüfen wolle. "Die Roma haben einer Untersuchung ihrer Verfahren zugestimmt", sagte Kirchenkreis-Sprecher Wolfgang Främke am Donnerstag. Sollte es keine rechtlichen Möglichkeiten für ein Bleiberecht in Deutschland für sie geben, sei auch die Kirche an den Grenzen ihrer Möglichkeiten angekommen. Dann werde man die Flüchtlinge bitten zu gehen. Seit einer Woche halten sich die acht Roma-Familien tagsüber im Michel und abends im Gemeindehaus auf.

dpa

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