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Nordkirche gedenkt der Opfer der Brüsseler Anschläge

Kirche Nordkirche gedenkt der Opfer der Brüsseler Anschläge

Den Terroranschlägen von Brüssel widmen sich die Oster-Gottesdienste. Landesbischof Ulrich erinnerte daran, dass Ungerechtigkeit auch von Europa ausgeht.

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Landesbischof Gerhard Ulrich.

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Schwerin/Güstrow. In den Gottesdiensten zu Karfreitag und Ostern will die Evangelische Kirche in Norddeutschland an die Opfer und Trauernden der Anschläge in Brüssel erinnern. Landesbischof Gerhard Ulrich sagte am Mittwoch: "Unsere Gebete gelten ihnen sowie allen Opfern von Unrecht, Ausbeutung, Gewalt und Krieg weltweit (...)." Bei allem Zorn dürfe nicht vergessen werden, dass die Missachtung gerechter Lebensverhältnisse auf der Welt auch von Europa ausgegangen sei und ausgehe, sagte er. Wenn die Christen ihr freiheitliches Leben verteidigten, wüssten sie auch um ihre eigene Verantwortung für die Ungerechtigkeit auf der Welt, sagte Ulrich. Diese trage wiederum dazu bei, dass Aggressivität und Gewalt entstünden.

Der mecklenburgische Bischof Andreas von Maltzahn sagte am jährlichen Einkehrtag am Mittwoch in Güstrow vor Politikern und Kirchenvertretern, die Anschläge des gestrigen Tags hätten ihn erschüttert. "Wir spüren, wie verwundbar unsere Gesellschaften sind, wie zerbrechlich unser Leben." Aus Ohnmacht und Ratlosigkeit entstünde schnell der Ruf nach Vergeltung, sagte der Theologe. Es stelle sich die Frage, wie die Spirale der Gewalt durchbrochen werden könne. Antworten würden bereits gesucht, sagte er und nannte unter anderem, die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern, die Finanzquellen des Terrors auszutrocknen, Lebensperspektiven zu entwickeln, damit Jugendliche sich nicht radikalisieren oder für mehr globale Gerechtigkeit zu sorgen.

dpa

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