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Nordländer fordern mehr Bundeswehr-Engagement für Flüchtlinge

Migration Nordländer fordern mehr Bundeswehr-Engagement für Flüchtlinge

Kiel (dpa) - Angesichts der vielen Flüchtlinge haben sich die Innenminister der norddeutschen Länder für eine noch stärkere Einbindung der Bundeswehr ausgesprochen.

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Innenminister Stefan Studt (SPD).

Quelle: Carsten Rehder/Archiv

"Wir sind uns alle einig, dass wir nachhaltigere Unterstützung von der Bundeswehr brauchen", sagte Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) am Mittwoch nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen in Kiel. Die Verwaltung einer Erstaufnahme in einer Bundeswehr-Einrichtung könne von dieser beispielsweise komplett übernommen werden, "natürlich nicht die Leitung und die Polizei, aber in Bezug auf Betreuung und Versorgung".

Studt betonte, denkbar seien auch Erstaufnahmen in noch genutzten Kasernen, wo die Bundeswehr "vielleicht etwas enger zusammenrückt, um weitere Freiräume zu schaffen". Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) betonte, "wir würden dafür einiges geben, gebe es noch eine große Bundeswehr-Liegenschaft in Hamburg, wo wir Flüchtlinge unterbringen können".

Mecklenburg-Vorpommerns Innenstaatssekretär Thomas Lenz bezeichnete die Betreuung als entscheidenden Faktor. "Das werden wir mit den ehrenamtlichen Hilfskräften alleine nicht schaffen, wir brauchen die Unterstützung der Bundeswehr". Mit den bislang von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zugesagten 4000 Soldaten "wird es auf Dauer nicht gelingen".

dpa

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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