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Oersdorfer Bürgermeister: Wirrkopf aus dem Dorf der Täter

Kriminalität Oersdorfer Bürgermeister: Wirrkopf aus dem Dorf der Täter

Der Oersdorfer Bürgermeister Joachim Kebschull, der mit einem Knüppel niedergeschlagen wurde, vermutet als Täter einen Wirrkopf aus dem Dorf. Es habe vor der Attacke Drohbriefe gegeben, die sich auf einen aber längst verworfenen Plan bezogen, Flüchtlinge in einem Haus im Dorf (Kreis Segeberg) unterzubringen, sagte der 61-Jährige am Donnerstag im Hörfunksender NDR1 Welle Nord.

Oersdorf/Kiel. Er habe bei dem Angriff am vergangenen Donnerstag nichts außer dem Schlag mitbekommen, da er an seinem Auto stand und es aufs Autodach geprasselt habe. Ein Polizeisprecher sagte am Donnerstag in Kiel, es werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt.

Kebschull lag mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Jetzt nahm er wieder seine Amtsgeschäfte auf. Er habe noch manchmal Schwindelgefühle und ein Ohrengeräusch. Beides werde aber nach Aussage der Ärzte wieder weggehen, sagte Kebschull.

Ein Unbekannter hatte ihn vor einer Ausschusssitzung der Gemeinde niedergeschlagen. Zuvor waren an den Bürgermeister bereits rassistische Parolen und Bombendrohungen gerichtet worden, sechs Polizisten mussten die Sitzung sichern. Dabei sollte es auch um die Zukunft eines Bauernhauses gehen, in dem nach den inzwischen verworfenen Plänen auch Flüchtlinge unterkommen sollten.

dpa

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Nach der Knüppelattacke
Foto: Bürgermeister Joachim Kebschull ist nach dem Überfall auf ihn wieder im Amt. Auch dank professioneller Hilfe bearbeite er „die Situation offensiv“.

Immer noch überwältigt ist Bürgermeister Joachim Kebschull von den Reaktionen, die ihn seit dem Überfall am 29. September täglich erreichen. „Im Amt ist sogar eine Mail von den Phillipinen eingetroffen, in dem mir Mut gemacht wird“, berichtet der 61-Jährige.

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