18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Flottenaufmarsch beginnt

Ostsee Flottenaufmarsch beginnt

Die USA lassen den Ankündigungen Taten folgen. Nach der Verlegung von Heeres- und Luftwaffeneinheiten schickt jetzt auch die US-Marine Einheiten in die Ostsee. Am Montag hat der Zerstörer „Jason Dunham“ den Großen Belt und die Insel Fehmarn passiert. Das Schiff gehört zu den modernsten Zerstörern der US-Navy und soll mindestens zwei Monate in der Ostsee bleiben. Höhepunkt der Ostseetour wird für die Besatzung der Besuch zur Kieler Woche sein.

Voriger Artikel
Scholz: Regierungserklärung zu Plänen des rot-grünen Senats
Nächster Artikel
Anna Gallina will neue Grünen-Chefin in Hamburg werden

Am Montag hat der Zerstörer „Jason Dunham“ den Großen Belt und die Insel Fehmarn passiert.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Zunächst geht es für 350 Soldaten  ins Baltikum. Besuche in Lettland, Litauen, Estland, Polen, Dänemark und Schweden stehen auf dem Programm. Die Verlegung der „Jason Dunham“ in die Ostsee wird von den USA in einer Mitteilung der 6. US Flotte vom Dienstag als Bekenntnis der Partnerschaft mit den Verbündeten Nationen begründet. Besonders die baltischen Staaten und Polen hatten nach den Entwicklungen in der Ukraine wiederholt eine stärkere Beteiligung der Nato-Partner in der Ostsee gefordert.  Im März hat die russische Marine mit größeren Manövern begonnen. Das Landungsschiff „Kaliningrad“ wurde aus dem Syrien-Einsatz wieder zurück in die Ostsee verlegt.  

Die jetzt beginnenden Übungen der „Jason Dunham“ sind nach Mitteilung der US Navy Teil der Operation Atlantic Resolve. Teil der Operation sind auch Manöver im Ostseeraum. Beteiligt sind fast alle Nato-Staaten, selbst Portugal, Kanada und die Türkei schicken Marineeinheiten in die Ostsee. In den vergangenen Monaten waren im Rahmen der Operation Atlantic Resolve über den Hafen Kiel auch größere Militärtransporte für US-Heereseinheiten ins Baltikum abgewickelt worden.

Die 2010 in Dienst gestellte „Jason Dunham“ ist einer der modernsten Zerstörer der 62 Schiffe umfassenden „Arleigh Burke“-Klasse. Der 156 Meter lange Zerstörer ist mit zwei Flugkörperbatterien ausgestattet, die bis zu 98 Flugkörper verschiedener Typen aufnehmen können. Die 350 Soldaten waren im Februar von ihrem Heimathafen Norfolk in Virginia gestartet. Vor der Verlegung in die Ostsee hatte die „Jason Dunham“ bereits im Schwarzen Meer und Mittelmeer an Manövern teilgenommen.

Dem Schiff folgen in den kommenden Tagen weitere Einheiten. Darunter sollen sich auch der Kreuzer „Vicksburg“ sowie das Landungsschiff „San Antonio“ befinden. Die Deutsche Marine beteiligt sich ab Mitte Mai auch mit einem großen Aufgebot an den Manövern in der Ostsee. Der Kieler Tanker „Spessart“ gehört gerade zu  einem Nato-Verband mit der „Vicksburg“, der sich vor der norwegischen Küste befindet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH