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Kubicki: FDP bleibt 2016 in der Erfolgsspur

Parteien Kubicki: FDP bleibt 2016 in der Erfolgsspur

Erst in die Länderparlamente – und 2017 wieder in den Bundestag: FDP-Vize Kubicki strotzt vor Optimismus. Der Kieler Fraktionschef kündigt eine Erfolgsserie an. Und will dafür kräftig Wahlkampf machen.

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Sieht eine gute Zukunft für seine Partei: Der FDP-Fraktionsvorsitzende im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki.

Quelle: dpa-Archiv/Carsten Rehder

Kiel. Die FDP wird nach Einschätzung von Parteivize Wolfgang Kubicki mit Erfolgen im Superwahljahr 2016 die Voraussetzungen für den Wiedereinzug in den Bundestag ein Jahr später schaffen. „Ich bin überzeugt davon, dass wir nach Bremen und Hamburg auch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt im kommenden Frühjahr um die sieben Prozent und mehr holen werden“, sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur. Da die Ausgangslagen sehr unterschiedlich seien, werde es für diese Wahlen am 13. März keine gleichlaufende Strategie geben.

In Baden-Württemberg erwartet Kubicki einen medialen Zweikampf zwischen Grünen und CDU, weil die Grünen mit Winfried Kretschmann den Ministerpräsidenten stellen und die CDU nicht verwunden habe, dass sie nach Jahrzehnten aus der Regierung katapultiert wurde. „SPD und FDP werden es aller Voraussicht nach im Wahlkampf schwer haben, medial ausreichend wahrgenommen zu werden“, sagte der Kieler Fraktionschef voraus. „Für unseren Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke wird es darauf ankommen, deutlich zu machen, dass eine vernünftige Politik vor allem auch für den im Südwesten stark verankerten Mittelstand nur mit der FDP möglich ist.“ Alle anderen Parteien ließen die Interessen des Mittelstands unberücksichtigt.

Baden-Württemberg: Zweikampf zwischen Grünen und CDU

„In Rheinland-Pfalz haben wir die Option zu einem wirklichen Politikwechsel – mit Schwarz-Gelb oder auch Rot-Gelb“, sagte Kubicki. Neben den Spitzenkandidatinnen Julia Klöckner (CDU), Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) sei Volker Wissing von der FDP der einzige Mann auf dem Spielfeld. „Das ist bei dieser Konstellation nicht von Nachteil.“

Besonders spannend ist aus Kubickis Sicht das Rennen in Sachsen-Anhalt. „Die FDP muss dort dokumentieren, dass sie auch in einem ostdeutschen Bundesland Wahlen gewinnen kann.“ Sie habe mit dem jungen Unternehmer Frank Sitta auch einen charismatischen Spitzenkandidaten mit hohem Ansehen. „Da die Wähler im Osten nicht so an Parteien gebunden sind, glaube ich, dass wir dort erfolgreich sein können – zumal Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nicht mit Beliebtheit punkten kann“, sagte Kubicki. „Ich sehe eine gute Chance, mit einem sehr guten Ergebnis in den Landtag einzuziehen.“

Kubicki wünscht SPD wieder Stimmenanstieg

Für 2017 sieht Kubicki die FDP auf einem guten Weg zurück in den Bundestag. „Wir werden zuvor bei allen Wahlen erfolgreich sein.“ 2016 wird auch noch in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gewählt, 2017 vor der Bundestagswahl in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und im Saarland.

„Bis 2017 werden die Menschen, die wir erreichen können, dieser großen Koalition in Berlin extrem überdrüssig sein und eine andere Konstellation wollen“, sagte Kubicki. Er wünsche sich auch, dass die SPD wieder zulegen kann. „Für mich wäre es wichtig, dass die Sozialdemokraten wieder 30 Prozent erreichen, damit das Selbstverständnis der Union einen Dämpfer erhält, sie sei die geborene Regierungspartei.“

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