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Polizei: IS-Täterschaft bei Messerangriff unwahrscheinlich

Kriminalität Polizei: IS-Täterschaft bei Messerangriff unwahrscheinlich

Gut drei Wochen nach einem tödlichen Messerangriff auf einen Jugendlichen an der Alster schließt die Hamburger Polizei einen terroristischen Hintergrund weitgehend aus.

Hamburg. "Wir halten einen näheren Zusammenhang zwischen dem IS und der Tat für wenig wahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen", sagte ein Polizeisprecher am Montag. Am 16. Oktober hatte ein Unbekannter einen Jugendlichen an der Kennedybrücke mit mehreren Stichen getötet. Die Begleiterin des 16-Jährigen stieß der Angreifer ins Wasser, sie blieb unverletzt.

Am Freitag sei eine Botschaft über Twitter bekannt geworden, in der sich die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) erneut zu der Tat bekenne. Darin werde ein Fehler in der ersten Mitteilung des IS-Sprachrohrs Amak korrigiert. Hatte es am vorletzten Wochenende noch geheißen, ein "Soldat des Islamischen Staats" habe einen Messerangriff auf zwei Menschen in Hamburg verübt, so wurde nun mitgeteilt, es sei ein "Kreuzzügler" getötet worden. Das "Hamburger Abendblatt" hatte am Samstag über die Kurzmitteilung berichtet.

Unterdessen wertet die Polizei noch mehrere Dutzend Hinweise aus, die nach der Veröffentlichung eines Phantombildes eingingen. Das Bild des mutmaßlichen Täters hatten die Ermittler am Mittwoch vergangener Woche verbreitet. Daraufhin seien Hinweise in einer hohen zweistelligen Zahl eingegangen, sagte der Sprecher.

dpa

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