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Praxisgebühr steht vor dem Aus

Schleswig-Holstein Praxisgebühr steht vor dem Aus

Schleswig-Holstein und Hamburg setzen sich mit einer Mehrheit der Länder beim Bund für die Abschaffung der Praxisgebühr ein. Diese Gebühr habe die gewünschte Steuerungsfunktion verfehlt, erklärte die Kieler Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) am Mittwoch.

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Schleswig-Holstein und Hamburg wollen die Praxisgebühr kippen.

Quelle: dpa

Hamburg/Kiel. "Die Zahl der Arztbesuche in Deutschland ist nach wie vor auf hohem Niveau." Auch lasse sich mit der Praxisgebühr nicht die Eigenverantwortung von Patienten stärken. Vielmehr bestehe die Gefahr, dass Menschen mit geringem Einkommen einen notwendigen Arztbesuch zu lange hinauszögern oder gar nicht wahrnehmen. Alheit verwies außerdem wie auch die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) auf den hohen bürokratischen und finanziellen Aufwand zur Einziehung und Verrechnung für Ärzte, Krankenkassen und damit für die Beitragszahler.

"Alleine dadurch, dass Bürokratie und das aufwendige nachträgliche Eintreiben ausstehender Beiträge wegfallen, würden bereits Kosten gespart", sagte Prüfer-Storcks dem "Hamburger Abendblatt" (Mittwoch). Die Praxisgebühr gehört zu den wichtigsten Themen auf der Gesundheitsministerkonferenz, die am Mittwoch in Saarbrücken begann. In einem von Hamburg gestellten Antrag heißt es, trotz der Praxisgebühr sei die Zahl der Behandlungsfälle von rund 473 Millionen im Jahr 2004 auf 564 Millionen (2009) gestiegen. Damit der Beschluss zustande kommt, müssen mindestens 13 Minister für den Antrag stimmen. Bisher waren 11 Länder für die Abschaffung der Praxisgebühr. "Ich hoffe, dass sich auch einige CDU-regierte Länder, die das bisher anders gesehen haben, noch zur Zustimmung entschließen", sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks dem

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