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Prostituierten-Verband kritisiert Unions-Pläne gegen Menschenhandel

Kriminalität Prostituierten-Verband kritisiert Unions-Pläne gegen Menschenhandel

Das Eckpunktepapier der Union gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel geht nach Ansicht eines Prostituierten-Verbands in die falsche Richtung. Der Vorschlag von CDU und CSU zur Reform des Prostituiertengesetzes sei "ein Sammelsurium von sinnloser Symbolpolitik, kontraproduktiven Ungeheuerlichkeiten und halbherzigen Verbesserungen", erklärte der Hamburger Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen am Donnerstag.

Hamburg/Berlin. Die Union hatte Anfang der Woche ihr Papier vorgelegt. Die Parteien wollen unter anderem die Altersgrenze für Prostituierte von 18 auf 21 heben. Die Polizei soll außerdem mehr Rechte bekommen, um Bordelle zu kontrollieren. Die Verbandssprecherin Undine de Rivière erklärte, in einigen Bundesländern kämen Polizisten heute schon ohne Verdacht in die Räume und machten Personenkontrollen - auch wenn die Frauen gerade Freier bedienten. Das sei menschenunwürdig, sagte de Rivière.

Den Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen gibt es seit Oktober 2013. Die Gründung hatten 50 Prostituierte vorbereitet.

dpa

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