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Prozess gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer beginnt

Prozesse Prozess gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer beginnt

Knapp ein Jahr nach seiner Festnahme steht ein mutmaßlicher Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) von heute an in Hamburg vor Gericht. Dem 27-Jährigen wird nach Angaben eines Gerichtssprechers Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

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Ein Justizbeamter steht im Strafjustizgebäude in Hamburg.

Quelle: Christian Charisius/Archiv

Hamburg. Der Angeklagte sei Anfang April 2015 nach Syrien gereist und habe sich dort dem IS angeschlossen. Er habe eine Kampfausbildung in einer Spezialeinheit begonnen, diese aber nach zwei Monaten abgebrochen.

Danach sei er anlässlich einer Gefangenenexekution in die syrische Stadt Palmyra gebracht worden, um als Fahnenträger in einem Propagandavideo aufzutreten. Der IS habe mit dem deutschsprachigen Video im Internet dazu aufgerufen, sich dem Kampf anzuschließen oder "Ungläubige" in Deutschland zu töten.

Nach einem Krankenhausaufenthalt sei der Angeklagte nach Deutschland zurückgekehrt. Am 20. Juli 2015 wurde er am Flughafen Bremen festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Nun beginnt der Prozess vor dem Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht, der auch für Staatsschutzdelikte in Bremen zuständig ist.

Der in Bremen-Tenever und London aufgewachsene Deutsche, dessen Eltern aus Ghana stammen, kündigte in einem Interview eine Aussage im Prozess an. "Die Jugend soll erfahren, wie man manipuliert werden kann", sagte der 27-Jährige dem "Weser-Kurier". "Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wohin das führt."

dpa

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