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Landtag fordert sechs Spuren

Rader Hochbrücke Landtag fordert sechs Spuren

Ist die neue Rader Hochbrücke schon als Engpass geplant? Vier Spuren sieht der Bund vor, sechs verlangt der Kieler Landtag. Die Verkehrsprognosen für 2030 seien schon heute Realität.

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Die Rader Hochbrücke bei Rendsburg muss unbedingt erneuert werden. Nur wieviele Spuren soll der Neubau erhalten?

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Angesichts steigender Verkehrszahlen fordert der Landtag in Kiel sechs Spuren für die geplante neue Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg. Bisher hat der Bund vier Spuren vorgesehen, die etwas breiter sein sollen als üblich. Er habe Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) im Februar seine Sorge bezüglich der Verkehrszunahme und des geplanten Querschnitts der Brücke mitgeteilt, sagte der Kieler Ressortchef Reinhard Meyer (SPD) am Donnerstag im Landtag. Nach seinen Angaben ist die Belastung der zu ersetzenden maroden Rader Hochbrücke im Zuge der A7 von 42500 Fahrzeugen am Tag im Jahr 2010 auf 54200 im Jahr 2015 gestiegen. Damit sei bereits jetzt die für 2030 prognostizierte Zahl erreicht worden, sagte Meyer. Wenn sich der Trend der Verkehrsbelastung nur annähernd fortsetze wie von 2010 bis 2015, stoße das neue Bauwerk an Kapazitätsgrenzen. Auch die Wirtschaft ist für sechs Spuren.

Vermeidung von Stau als Ziel

Die A7 sei viel zu wichtig, um sehenden Auges Staufallen der Zukunft zu bauen, sagte Meyer. Die Landesregierung habe sich schon seit 2013 für Sechsspurigkeit eingesetzt, was der Bund bisher abgelehnt habe. Der Ersatzbau muss 2026 stehen, weil Experten der alten Brücke keine längere Lebensdauer bescheinigen. Bis Ende Juni soll sich die Bundesfernstraßengesellschaft Deges erklären, ob eine Sechsspurigkeit rechtzeitig erreicht werden kann. Für einen FDP-Antrag zugunsten einer Sechsspurigkeit - geplant sind zwei Brücken nebeneinander - stimmten alle Fraktionen im Landtag.

Die neue Brücke müsse schnell kommen und zukunftsfähig sein, sagte FDP-Fraktionsvize Christopher Vogt. Über die Brücke werde Dänemark an Mitteleuropa angebunden. „Schmalspurbrücken können wir uns da nicht leisten.“ Wenn garantiert werden kann, dass es mit einer Neuplanung keinen Zeitverzug gibt, habe die CDU nichts gegen Sechsspurigkeit, sagte der Verkehrspolitiker Hans-Jörn Arp unter Hinweis auf die verbleibende Zeit von nur noch neun Jahren.

„Alles unter sechs Spuren wäre eine Fehlplanung“, sagte Flemming Meyer vom SSW. Er bekräftigte auch die Forderung, die A7 bis zur dänischen Grenze auf sechs Spuren auszubauen. Weil der Güterverkehr stark zunehmen werde, gebe es auch in Dänemark Bestrebungen, die dortige Autobahn auf sechs Spuren zu erweitern.

Von dpa

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