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Wiederanfahrtermin für Akw weiter offen

Brokdorf Wiederanfahrtermin für Akw weiter offen

Nach Einschätzung der Atomaufsicht ist derzeit völlig unklar, wann das Atomkraftwerk Brokdorf wieder ans Netz gehen wird. „Dass es der 8. März wird, wie vom Betreiber inzwischen anvisiert, halte ich für unrealistisch“, erklärte Energieminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch.

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Nach Einschätzung der Atomaufsicht ist derzeit völlig unklar, wann das Atomkraftwerk Brokdorf wieder ans Netz gehen wird.

Quelle: Uwe Paesler (Archiv)

Brokdorf/Kiel. Es sei nicht hilfreich, ständig über neue Zeitpunkte zu spekulieren. „Stattdessen muss mit voller Konzentration die Ursache für die unerwartet starke Oxidierung der Brennstäbe geklärt werden.“ Die Ursache sei noch völlig unklar.

Am Montag voriger Woche war bekanntgeworden, dass sich in Brokdorf an Brennstäben außergewöhnlich dicke Oxidschichten gebildet hatten. Habeck sprach einem ernstzunehmenden Befund. Der Reaktor im Kreis Steinburg war zuvor planmäßig für den Wechsel von Brennelementen und für die Jahresrevision vom Netz genommen worden.

„Besorgniserregend ist vor allem, dass die Prozesse im Reaktorkern offensichtlich anders ablaufen als erwartet“, sagte Habeck am Mittwoch. „Eine so starke Oxidierung in kurzer Zeit sprengt alle bisherigen Prognosen.“ Der Atomaufsicht liege noch kein umfassendes Untersuchungskonzept vor. „Erst wenn die Ursache geklärt ist und ein Nachweisverfahren besteht, das den tatsächlich aufgetretenen Oxidationsprozess berücksichtigt, kann das Akw wieder anfahren“, bekräftigte Habeck. „Alles andere wäre fahrlässig.“

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