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Grote plant weitere Gespräche

Rocker-Affäre Grote plant weitere Gespräche

Nach der Ankündigung von Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU), die Führungskräfte der Landespolizei ablösen zu wollen, stehen möglicherweise bereits in dieser Woche erste Entscheidungen an. Das erfuhr unsere Zeitung aus Ministeriumskreisen.

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Hat viel Redebedarf in der Rocker-Affäre: Innenminister Hans-Joachim Grote.

Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Mit Innenstaatssekretär Torsten Geerdts will Grote heute mit Landespolizeidirektor Ralf Höhs und dem Leiter der Polizeiabteilung im Innenministerium, Jörg Muhlack, zu nächsten Gesprächen zusammentreffen. Auch LKA-Chef Thorsten Kramer soll dabei sein. Obwohl Grote und Geerdts bekräftigen, Kramer werde regulär erst im Sommer in den Ruhestand treten, hält sich das Gerücht hartnäckig, dass er vorzeitig aus dem Amt scheiden möchte.

Ungeachtet dessen hält Grote an seinem Kurs fest: „Wir brauchen Impulse für eine neue Führungskultur, die insbesondere auch von gegenseitigem Vertrauen durch alle Ebenen geprägt ist“, sagte er. Seit Amtsantritt sei in ihm „die Überzeugung gereift, dass meine Auffassungen über die Frage der künftigen Ausrichtung der Landespolizei sich zu stark von denen der gegenwärtigen Polizeispitze unterscheiden“.

Die Polizeigewerkschaften sind sicher, dass die Rocker-Affäre ebenso ausschlaggebend für die jüngste Personalentscheidung ist. Torsten Jäger, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), kritisiert den Minister: „Mit seinen Planungen, die Landespolizeiführung abzulösen, hat er offenkundig nicht bedacht, welche Wirkung dieses Vorhaben angesichts der Rocker-Affäre, den laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, der Arbeit des Innen- und Rechtsausschusses und des ministeriellen Sonderermittlers innerhalb der Polizei haben würde.“ Nun gehe ein tiefer Riss durch die Landespolizei.

Einige, die Kritik an Höhs, Muhlack und Co. geäußert hatten, fürchten jetzt mögliche Anfeindungen. Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Torsten Gronau, kündigt an, „unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, sollten Kollegen aufgrund ihrer Haltung Druck von Vorgesetzten erhalten“. Innenminister Grote versicherte jedoch unserer Zeitung, dass Angst von Polizeiangehörigen vor Repressalien „in jedem Fall unbegründet“ seien.

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