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Roma verlassen Hamburger Michel: kein Kirchenasyl

Migration Roma verlassen Hamburger Michel: kein Kirchenasyl

Eine Gruppe von Roma, die sich im Hamburger Michel zu einem Protest gegen Abschiebungen versammelt hatte, hat die Kirche am späten Donnerstagabend verlassen. Wie ein Polizeisprecher sagte, kamen die rund 40 Menschen für die Nacht im Gemeindehaus unter.

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Gepäckstücke von Roma sind neben Kirchenbänken abgestellt.

Quelle: Christian Charisius

Hamburg. Es handele sich ausdrücklich nicht um Kirchenasyl, sagte der Sprecher. Zuvor hatten die Roma mehrere Stunden mit Hauptpastor Alexander Röder verhandelt. Die Gespräche sollen am Freitag fortgesetzt werden. Die Gruppe fordert ein Bleiberecht für ihre Familien in Deutschland.

Roma aus Serbien, Bosnien und Mazedonien haben kaum Chancen auf Asyl in Deutschland - die Staaten gelten als sichere Herkunftsländer. Asylbewerber müssen deshalb mit schneller Abschiebung rechnen. Die Roma in Hamburg wehren sich dagegen. In einer Mitteilung der "Vereinigten Roma Hamburg" hieß es, Roma hätten in ihrer Heimat unter Rassismus der Bevölkerungsmehrheit und staatlicher Stellen zu leiden. Vor allem für Kinder und alte Menschen sei die Ausgrenzung lebensbedrohlich.

dpa

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