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Roth in Tripolis gestrandet: Tanz statt Angst

Konflikte Roth in Tripolis gestrandet: Tanz statt Angst

Grünen-Chefin Claudia Roth hat ihren aufgrund von Unruhen unfreiwillig verlängerten Aufenthalt in der libyschen Hauptstadt Tripolis für einen ausgelassenen Basar-Bummel genutzt.

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Grünen-Vorsitzende Claudia Roth tanzt auf dem Märtyrerplatz in Tripolis.

Quelle: Hannibal

Tripolis. "Ich habe überhaupt kein Gefühl von Angst oder Unsicherheit", sagte Roth wenige Stunde vor ihrer geplanten Weiterreise am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Tripolis. "Dafür, was in diesem Land los ist, ist das, was wir erlebt haben, gar kein Problem."

Roth war wegen vorübergehender Unruhen am Flughafen von Tripolis bei einer Nordafrikareise länger als geplant in der libyschen Mittelmeermetropole gestrandet. Eine der zahlreichen Milizen im Land hatte den Airport am Montag unter anderem mit einem Panzer besetzt. In der Zwischenzeit wurde der internationale Flughafen wieder geöffnet.

Roth tanzte am ungeplant in Tripolis verbrachten Dienstagabend spontan mit Einheimischen zu libyscher Musik auf dem Markt. Zehn Monate nach der Eroberung der Stadt durch die Rebellenkämpfer gegen Diktator Muammar al-Gaddafi guckte sich Roth gemeinsam mit der Grünen-Europaabgeordneten Barbara Lochbihler die Graffiti der Revolutionäre an den Hauswänden an. Nach einem Gang zwischen den bunten Waren der zahlreichen Händler in der verschachtelten Altstadt feuerte sie Kinder auf der Straße beim Tischfußball an.

Nach der Weiterreise mit politischen Gesprächen in Tunesien wollte Roth ein Lager mit Flüchtlingen aus der libyschen Kriegszeit an der tunesisch-libyschen Grenze besuchen, in dem sie vor einem Jahr schon einmal war.

dpa

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