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Rund 1000 beschädigte Atommüll-Fässer - nicht nur in Brunsbüttel

Atom Rund 1000 beschädigte Atommüll-Fässer - nicht nur in Brunsbüttel

In Lagern für radioaktive Abfälle sind bundesweit rund 1000 Atommüllfässer leicht beschädigt. Von insgesamt rund 26 000 Fässern weisen etwa 1000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll Korrosionsspuren auf.

Berlin. Zumeist seien dies Lackschäden, heißt es in einer am Mittwoch vom Bundestag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. Erhebungen der Länder hätten Untersuchungen von 2005 weitgehend bestätigt. Anlass für die Anfrage war das Entdecken verrosteter Fässer mit Atommüll auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Brunsbüttel vor einigen Monaten.

In Brunsbüttel liegen 200-Liter-Rollreifenfässer mit schwach- und mittelradioaktivem Material - darunter Filterharze und Verdampferkonzentrate - in einem im sogenannten Feststofflager. Das unterirdische Lager gehört zum gesicherten Kontrollbereich des Kraftwerks an der Unterelbe. Am 10. Januar hatten Experten des TÜV Nord bei regelmäßigen Kontrollen festgestellt, dass ein bereits entleertes Fass sehr stark verrostet und sein Mantel zerstört war. Auch weitere Fässer zeigten zum Teil erhebliche Korrosionserscheinungen. Radioaktivität war nicht ausgetreten.

dpa

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