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SPD-Politiker rügt Datenerfassung bei Fußballfans

Fußball SPD-Politiker rügt Datenerfassung bei Fußballfans

Der Kieler SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Weber kritisiert das Ausmaß der Erfassung von Daten im Zusammenhang mit Fußball. Die Antwort des Innenministers auf eine Kleine Anfrage habe ergeben, dass eine Spezialdatei über den in der bundesweiten Verbunddatei "Gewalttäter Sport" erfassten Personenkreis hinausgehe und 246 Personen aus Schleswig-Holstein umfasse.

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SPD-Landtagsabgeordneter Jürgen Weber.

Quelle: Maja Hitij/Archiv

Kiel. Die Kriterien zur Erfassung zielten zum Beispiel auf Personen, gegen die Personalienfeststellungen oder Platzverweise angeordnet wurden oder auch auf solche, "die regelmäßig im unmittelbaren Umfeld dieses Personenkreises festgestellt werden".

Dies geht Weber zu weit. "Fußballfans ohne einen konkreten Vorwurf, ohne sie darüber zu informieren und nach sehr auslegbaren Kriterien zu erfassen, lässt zumindest die Frage nach Verhältnismäßigkeit, wenn nicht nach Rechtmäßigkeit aufkommen", erklärte er am Donnerstag.

Er wolle über eine weitere Kleine Anfrage noch mehr Informationen haben. Was bisher über die Datei bekannt sei, nähre die Vermutung, dass über das Ziel hinausgeschossen und die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Polizei, Fanprojekten, Sicherheitsverantwortlichen der Vereine oder Fanorganisationen unterlaufen werde.

dpa

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