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620 Millionen Euro für ländliche Räume

Schleswig-Holstein 620 Millionen Euro für ländliche Räume

Schleswig-Holstein kann in den kommenden Jahren rund 620 Millionen Euro in die Entwicklung der ländlichen Räume stecken. EU-Agrarkommissar Phil Hogan habe ein entsprechendes Entwicklungsprogramm jetzt genehmigt, sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Dienstag in Kiel.

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Schleswig-Holstein kann in den kommenden Jahren rund 620 Millionen Euro in die Entwicklung der ländlichen Räume stecken. Ein entsprechendes Programm habe die EU-Kommission jetzt genehmigt, sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Dienstag in Kiel.

Quelle: dpa

Kiel. „Damit erhalten wir Planungssicherheit für die Förderung der ländlichen Räume.“ Von den 620 Millionen Euro für die jetzige Förderperiode stammen fast 420 Millionen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) — 117 Millionen Euro mehr als in der Förderperiode 2007 bis 2013. Diese werden mit nationalen Mitteln in Höhe von rund 200 Millionen Euro kofinanziert, die von Bund, Land und Kommunen beigesteuert werden.

Ein Großteil der Mittel soll in die Förderung nachhaltiger Methoden der Landbewirtschaftung fließen. Ökolandbau, freiwillige Agrarumweltmaßnahmen oder besonders tiergerechte Stallbauten sollen gezielt gefördert werden. Hierzu sollen vor allem die Mittel verwendet werden, die aus der ersten Säule der Direktzahlungen an die Landwirte in die zweite Säule zur Entwicklung der ländlichen Räume umgeschichtet wurden. „Das ist ein erster Schritt weg von Geld pro Hektar hin zu Geld für gesellschaftliche Leistungen“, sagte der Minister. Dennoch ist im ersten Topf noch deutlich mehr Geld, nämlich rund 2,1 Milliarden Euro bis 2020.

Manche Leistungen, wie etwa die Verbesserung des Tierwohls oder auch der Gewässer- und Bodenschutz lägen im Interesse der Gesellschaft, würden aber über den Marktpreis nicht ausreichend vergütet, sagte Habeck. „Diese Mehrkosten gleichen wir über die entsprechenden Förderprogramme aus.“ Für diesen Bereich sowie flankierende Bildungs- und Beratungsmaßnahmen werden rund 215 Millionen Euro reserviert.

Desweiteren werden — als Ergänzung dieses umweltbezogenen Ansatzes - für den Bereich des Naturschutzes und der Wasserwirtschaft rund 54 Millionen Euro bereitgestellt. Gefördert werden beispielsweise Investitionen in die naturnahe Gewässerentwicklung, für die Wiedervernässung von Moorstandorten oder sonstige biotopgestaltende Maßnahmen.

Die ländlichen Räume, die in den kommenden Jahrzehnten besonderen Herausforderungen durch den demografischen Wandel gegenüberstehen, sollen mit insgesamt 186 Millionen Euro unterstützt werden. Im Fokus stehen etwa lokale Infrastrukturmaßnahmen in den Bereichen Bildung, Nahversorgung und Mobilität sowie der weitere Ausbau der Breitbandversorgung im ländlichen Raum.

Ein Teil der Mittel (129 Millionen Euro) soll wieder in den Hochwasser- und Küstenschutz fließen. „Funktionierender Küstenschutz bleibt für Schleswig-Holstein als Land zwischen den Meeren essentiell“, sagte Habeck. Investitionen in den Hochwasser- und Küstenschutz würden deshalb auch künftig eine hohe Priorität behalten.

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