17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Habeck sieht großen Handlungsbedarf

Atommüll-Endlager Habeck sieht großen Handlungsbedarf

Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck hat Bund und Länder aufgefordert, die Suche nach einem Atommüll-Endlager konsequent voranzutreiben. Nachdem es 60 Jahre lang nicht gelungen sei, ein solches Lager zu schaffen, blieben jetzt nur noch 35 Jahre, sagte der Grünen-Politiker.

Voriger Artikel
Deutsch lernen mit Memory-Karten
Nächster Artikel
Stegner glaubt an den Wahlsieg

Verrostete Fässer: Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sieht großen Handlungsbedarf bei der Suche nach Lösungen für ein Atommüll-Endlager.

Quelle: Wolf Gehrmann/ dpa/ Archiv

Kiel. Ein Endlager soll nach derzeitigem Stand bis 2031 bestimmt werden und 2050 betriebsbereit sein. Die Einlagerung wird dann voraussichtlich mindestens 20 Jahre dauern.

Es gehe nicht nur darum, endlich das Entsorgungsproblem für den Atommüll zu lösen, der deutschlandweit in rund 2000 Castor-Behältern zwischengelagert ist, sagte Habeck. Die Terrorgefahr erhöhe den Handlungsdruck. „Wir setzen voraus, dass diese Gesellschaft immer stabil sein wird und wir auch 2080 oder 2100 eine demokratisch aufgeschlossene, auf Konsens achtende und immer über die nötigen Mittel verfügende Gesellschaft sein werden“, sagte Habeck.

„Aber woher nehmen wir die Sicherheit, dass sich nicht mittelfristig Prioritäten gravierend verschieben können?“ Diese Generation sei nicht nur ethisch gefordert, die Atommüllfrage zu lösen. „Es ist auch ein Gebot der Klugheit, sich nicht darauf zu verlassen, dass alles so weitergeht und zwingend erforderlich, das Problem endlich zu lösen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3