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Verwirrung um Fördergeld für Einbruchschutz

Innenministerium Verwirrung um Fördergeld für Einbruchschutz

Das Förderprogramm zur Verbesserung des Einbruchschutzes sorgt für Irritationen: Entgegen der Ankündigung von Innenminister Stefan Studt (SPD), dass auch der Einbau neuer Sicherheitsfenster finanziell unterstützt wird, hat die Investitionsbank (IB) Anträge von Hausbesitzern abgelehnt.

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Einbruchschutz: Der Austausch von Fenstern ist laut Innenministerium förderbar.

Quelle: Daniel Maurer/dpa

Kiel. „Ein Missverständnis“, bedauert eine Ministeriumssprecherin.   Vor einer Woche hatte die Landesregierung überraschend das Förderprogramm vorgestellt und angekündigt, Wohnungseigentümer bei Investitionen in Einbruchschutz finanziell unterstützten zu wollen. 1,6 Millionen Euro wolle das Innenministerium dafür insgesamt zur Verfügung stellen und maximal 20 Prozent der Kosten für den Einbau einbruchshemmender Haus- und Wohnungstüren, Gitter, Rollläden sowie Alarmanlagen vergüten. Ausdrücklich betonte Studt, auch für moderne Sicherheitsfenster bis zu 1600 Euro pro Maßnahme übernehmen zu wollen.

 „Eine großartige Sache“, befand Wolfgang Ruß. Der Kieler hatte ohnehin vor, in neue Fenster zu investieren. „Also habe ich eiligst einen Antrag bei der Investitionsbank gestellt – und war recht empört, als ich eine Ablehnung bekam“, berichtet der 77-Jährige. Begründung der Behörde: Es könnten lediglich Nachrüstsysteme, aber keine komplett neuen Fenster finanziell unterstützt werden. Eine Argumentation, die Ruß nicht nachvollziehen konnte: „Unsere Fenster sind von 1972, da helfen im Zweifelsfall auch keine zusätzlichen Riegel und Scharniere mehr.“ Und weshalb Innenminister Studt bei der Vorstellung des Programms ganz andere Aussagen getroffen hatte, verstand der Rentner – und mit ihm einige weitere Betroffene, denen es mit ihren Anträgen ebenso erging – erst recht nicht.

 Auf Nachfrage der Kieler Nachrichten beim Innenministerium teilt Sprecherin Jana Ohlhoff mit, dass es in der Fenster-Frage zu einem „Missverständnis“ zwischen der Investitionsbank und dem Ministerium gekommen sei. „Die Fenster werden mitgefördert“, versichert sie. Anders als im vergleichbaren Programm des Bundes wolle die Landesregierung den Austausch älterer Fenster ebenfalls unterstützen, um einen Anreiz für weitere energetische Maßnahmen zu schaffen. Nach Bekanntwerden der Irritationen hat das Land eiligst reagiert. Ohlhoff: „Die Berater der IB sind bereits darüber informiert worden, dass der Austausch von Fenstern förderbar ist.“ Überdies werde das Ministerium kurzfristig eine schriftliche Klarstellung gegenüber der Investitionsbank vornehmen.

 Wie viele Anträge auf Fördermittel bereits gestellt worden sind, kann das Land noch nicht sagen, versichert aber, unbürokratisch und schnell binnen maximal zwei Wochen über Anträge entscheiden zu wollen. Die ersten positiven Bescheide seien bereits rausgegangen.

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