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Wahlkreise neu zugeschnitten

Schleswig-Holstein Wahlkreise neu zugeschnitten

Bei der nächsten Landtagswahl in zwei Jahren werden die Schleswig-Holsteiner in teilweise neu zugeschnittenen Wahlkreisen ihre Stimmen abgeben. Die Änderungen beschloss der Wahlkreisausschuss des Parlaments mit großer Mehrheit. Wie der Landtag am Donnerstag mitteilte, gab es zehn Ja-Stimmen, ein Nein und eine Enthaltung.

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Das Parlament hat die Neuregelung der Wahlkreise beschlossen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Zuvor hatten sich SPD und CDU verständigt. Nur diese Parteien sind bisher in der Lage, Wahlkreise zu gewinnen und auf diesem Wege Abgeordnete direkt in den Landtag zu schicken. Die CDU ist auf dem Land stark, die SPD in den größeren Städten. Es bleibt bei 35 Wahlkreisen.

Die SPD-Hochburg Lübeck bekommt wieder drei komplett eigene Wahlkreise. Zuletzt waren es nur zwei, einen dritten musste sich die Hansestadt mit Ostholstein teilen. Die Neuzuschnitte wurden erforderlich, weil Wahlkreise teils zu große Unterschiede in ihrer Bevölkerungszahl hatten.

Ein Wahlkreis soll im Schnitt 80 000 Einwohner haben, zulässig sind Abweichungen nach oben und unten von 20 Prozent. Änderungen in der Abgrenzung der Wahlkreise wurden im Wesentlichen in Steinburg, Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Plön, Ostholstein und Lübeck vorgenommen. In Kiel, Flensburg, Neumünster, Herzogtum Lauenburg, Segeberg und Stormarn bleibt alles beim alten.

Dem nördlichen Wahlkreis in Dithmarschen wurden die Ämter Arensharde und Kropp-Stapelholm aus dem Kreis Schleswig-Flensburg zugeordnet. Der Wahlkreis Steinburg-West wurde um einen Teil des Amtes Mittelholstein aus Rendsburg-Eckernförde ergänzt. Die südlichen Gemeinden und Ämter des Kreises Plön bilden nunmehr mit der Stadt Eutin sowie den Gemeinden Malente und Bosau (alle Ostholstein) einen kreisübergreifenden Wahlkreis. Aufgehoben wurde die Teilung der Stadt Schwentinental. Sie gehört jetzt komplett zum Wahlkreis Plön-Nord. Die Gemeinde Appen (Kreis Pinneberg) kommt zum Wahlkreis Pinneberg-Elbmarschen.

Auch die Teilung des Amtes Mittleres Nordfriesland wurde aufgehoben: Das Amt und die Gemeinde Reußenköge gehören nunmehr zum Wahlkreis Nordfriesland-Nord (frühere Bezeichnung Südtondern). Der Beschluss zum Zuschnitt der Wahlkreise sei schlüssig und langfristig tragfähig, sagte der CDU-Innenpolitiker Axel Bernstein. „Der Ausschuss ist der guten Tradition gefolgt, seinen Beschluss mit einer breiten Mehrheit zu fassen.“

Die Neuregelung sei sachgerecht und zukunftsfähig, erklärten die Koalitionsfraktionen SPD, Grüne und SSW. Sicher sei es für Regionen mit geringer Siedlungsdichte und abnehmenden Einwohnerzahlen schmerzlich, auch noch einen Wahlkreis zu verlieren oder mit einer deutlichen Vergrößerung eines Wahlkreises leben zu müssen. Die entscheidende Größe sei aber die Einwohnerzahl, die wiederum zwischen den Wahlkreisen nicht zu stark abweichen dürfe.

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