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Schleswig-Holsteiner sind top in Deutsch und Englisch

Mit Infografik Schleswig-Holsteiner sind top in Deutsch und Englisch

Schleswig-Holsteins Neuntklässler gehören in Deutsch und Englisch zu den besten in Deutschland: Das ergibt eine große Ländervergleichsstudie zur deutschen Schulbildung („IQB-Bildungstrend“), die die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag in Berlin präsentierte.

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Neuntklässler sind besser als erwartet in Englisch und auch etwas sicherer bei der Rechtschreibung.

Quelle: Wolfram Kastl/dpa

Berlin/Kiel. Die große Ländervergleichsstudie „IQB-Bildungstrend“ verzeichnet wieder Licht und Schatten. Die Schüler der 9. Klassen in Deutschland haben sich nach einer neuen Kompetenzstudie im Fach Englisch „deutlich verbessert“, in Deutsch dagegen herrscht Stagnation. Das geht aus dem am Freitag in Berlin vorgestellten Ländervergleich der Kultusministerkonferenz (KMK) hervor.

Als positiv heben die Bildungsminister hervor, dass bundesweit zwei von drei Schülern die Regelstandards in deutscher Orthografie (Rechtschreibung) schon ein Jahr vor dem Mittleren Schulabschluss schaffen. In Englisch hätten etwa vier von zehn Schülern diese frühzeitige Kompetenz. In diesem Fach seien in Ostdeutschland „große Fortschritte erzielt“ worden - obwohl vier dieser fünf Bundesländer bei der Englisch-Kompetenz Hörverständnis immer noch hinterherhinken.

Schleswig-Holstein ist ein Aufsteiger

Nach Ländern geordnet, kommt das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) im Vergleich zum ersten Deutsch/Englisch-Test 2008/2009 zu diesem Ergebnis: Bayern bleibt bei Bildungserfolgen an der Spitze, Schleswig-Holstein ist neben Sachsen Aufsteiger, Baden-Württemberg schwächelt, Bremen und Berlin sind weiterhin oft Schlusslichter. Diesmal nahmen mehr als 37.000 Mädchen und Jungen der 9. Jahrgangsstufe aus über 1700 Schulen teil. Schleswig-Holstein hat sich in den vergangenen Jahren mit am meisten verbessert. In beiden Fächern behaupten sie sich im Ländervergleich unter den ersten drei. 

Es bleibe in Deutschland „eine wichtige Aufgabe, den Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft zu reduzieren“, erklärte die KMK. Allerdings konnten immerhin im Deutsch-Kompetenzbereich Lesen die auf dem sozialen Hintergrund basierenden Unterschiede „bundesweit signifikant verringert“ werden.

Bei Migrantenkindern ist noch Luft nach oben

Zudem seien die Kompetenzunterschiede zwischen Schülern mit und ohne Zuwanderungshintergrund im Fach Englisch reduziert worden und damit nun „deutlich geringer als im Fach Deutsch“. Hier müsse aber das sprachliche Lernpotenzial von Migrantenkindern besser ausgeschöpft werden, hieß es.

In der Studie wurde auch untersucht, ob sich die Neuntklässler in ihrer Schule wohlfühlen. „Die Ergebnisse zeigen, dass das Zugehörigkeitsgefühl insgesamt hoch ausgeprägt ist“, und dies gelte für Schüler mit und ohne Migrationshintergrund, so das KMK-Fazit. Soziale Integration an deutschen Schulen gelinge also „sehr gut“.

Das IQB organisiert den Ländervergleich als regionale Ergänzung des internationalen PISA-Tests seit 2008. Diesmal nahmen gut 37 000 Mädchen und Jungen der 9. Jahrgangsstufe aus über 1700 deutschen Schulen teil, vor acht Jahren waren es ähnlich viele.

dpa


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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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