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Koalition verteidigt ihren Kurs

Schulassistenten Koalition verteidigt ihren Kurs

Die rot-grün-blaue Koalition verteidigt die zeitliche Verzögerung bei der Schulassistenten-Einführung. „Lieber etwas später als viel später oder nie. Mit einer anderen Regierung hätte es überhaupt keine Schulassistenten gegeben“, sagte SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat am Montag.

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Die rot-grün-blaue Koalition verteidigt die zeitliche Verzögerung bei der Schulassistenten-Einführung.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Kiel. Die insgesamt 314 Stellen sollen zwischen August 2015 und August 2016 besetzt werden: „Und wenn es zwischen dem 1. September 2015 und dem 1. August 2016 ist – so what?“

Auch im Bildungsministerium versteht man die Aufregung nicht: „Ab dem kommenden Schuljahr verstärken Schulassistenten die Lehrkräfte an Grundschulen – das ist eine gute Nachricht, die man nicht einmal mit großer Mühe ins Negative verdrehen kann“, sagte Sprecher Thomas Schunck. Viele Eltern seien dankbar für das Millionen-Engagement des Landes und sähen darin einen Meilenstein auf dem Weg zur inklusiven Schule.

Ein Streit über die Trägerschaft der Hilfskräfte hatte das Vorhaben zuvor um Monate verzögert. Die Grünen-Bildungsexpertin Anke Erdmann sieht vor allem die kommunale Ebene in der Verantwortung: „Der Landkreistag hat die Einführung der Schulassistenten massiv verschleppt.“ Bei der Diskussion um die Trägerschaft habe es über Monate hinweg eine Art Blockadehaltung gegeben. Darüber hinaus seien viele Eltern in Kreisen wie Ostholstein oder Stormarn derzeit stark verunsichert, weil die Jugendämter bereits angekündigt haben, keine Schulbegleiter mehr zu bewilligen, sobald die Schulassistenten den Dienst aufnehmen. „Das ist nicht akzeptabel“, so Erdmann.

Wenig überrascht von der zeitlichen Verzögerung zeigt sich CDU-Bildungspolitikerin Heike Franzen: ,,Wenn Bildungsministerin Britta Ernst das unausgegorene Konzept ihrer Vorgängerin schon nicht begraben wollte, so hätte sie die Einführung der Schulassistenten wenigstens ordentlich vorbereiten müssen.“ Es sei ein Fehler, dass die Ministerin unbeirrbar an ihrem unrealistischen Zeitplan festhält, anstatt die Einführung zu verschieben.

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Ein Artikel von
Jana Ohlhoff
Lokaldesk

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So musste es ja kommen: Seit gut einem Jahr wird über Sinn und Unsinn der noch von Bildungsministerin Waltraud Wende initiierten Schulassistenten gestritten. Und zu dem Zeitpunkt, an dem sie endlich den Dienst aufnehmen sollten, sind sie gar nicht da.

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