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Schweden setzt auf "schwimmendes Hotel"

Unterbringung von Flüchtlingen Schweden setzt auf "schwimmendes Hotel"

In Deutschland und den Niederlanden war die Unterbringung von Flüchtlingen auf Schiffen kurzfristig im Herbst geplant worden. Schweden will diese Lösung nun umsetzen, um so die Engpässe bei den Unterbringungsmöglichkeiten der Menschen zu lösen.

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Das Kreuzfahrtschiff „Ocean Gala“ liegt seit Mittwoch in Rotterdam und wird dort auf den Einsatz als schwimmendes Hotel für Flüchtlinge in Schweden ausgerüstet.

Quelle: Frank Behling

Stockholm. Das Kreuzfahrtschiff „Ocean Gala“ liegt seit Mittwoch in Rotterdam und wird dort auf den Einsatz als schwimmendes Hotel für Flüchtlinge in Schweden ausgerüstet. Schwedische Medien hatten am Mittwoch über den geplanten Einsatz des Schiffes mit Platz für bis zu 1700 Flüchtlinge berichtet. Bei der „Ocean Gala“ handelt es sich um ein 1982 in Frankreich als Fähre gebautes Kreuzfahrtschiff. Bis zum Herbst 2015 war das Schiff  als „Island Escape“ für Kreuzfahrten bei verschiedenen Reedereien im Einsatz. Angesichts der starken Konkurrenz durch moderne Kreuzfahrtschiffe wurde die in die Jahre gekommene „Island Escape“ durch ihre amerikanischen Betreiber US Shipmanagers im vergangenen Jahr stillgelegt und zunächst in Brest aufgelegt. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, für verschiedene Anforderungen schwimmende Unterkünfte anzubieten.

Durch den Bedarf an Unterkünften für die Unterbringung der steigendenden Zahl von Flüchtlingen hatte das schwedische Migrationswerk Verhandlungen mit der US-Reederei aufgenommen. Die 185 Meter lange und 27 Meter breite „Ocean Gala“ hat 768 Kabinen. Nach der Meldung des schwedischen Info-Dienstes Shippax hat die Reederei bei den Verhandlungen mit den schwedischen Betreibern eine Tagescharter von 84 000 Euro erzielt. In welchem Hafen die „Ocean Gala“ in Schweden als schwimmendes Flüchtlingsunterkunft stationiert wird, soll jetzt geklärt werden. Im Gespräch ist der kleine Hafen Harnösund, der etwa 400 Kilometer nördlich von Stockholm liegt.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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