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Schwerster Anschlag in Islamabad seit Jahren: mindestens 24 Tote

Konflikte Schwerster Anschlag in Islamabad seit Jahren: mindestens 24 Tote

Beim schwersten Anschlag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad seit mehr als fünf Jahren sind mindestens 24 Menschen getötet worden. Rund 100 weitere Menschen seien bei der Detonation einer Bombe auf einem belebten Markt verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

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Verzweiflung in Islamabad: Verwandte von Opfern am Anschlagsort.

Quelle: Sohail Shahzad

Islamabad. h. Der Sprengsatz sei in einer Obstkiste versteckt gewesen, sagte der Verkäufer Azhar Ali. Einige Verletzte schwebten noch in Lebensgefahr, hieß es aus Krankenhäusern.

Zu der Tat bekannte sich eine wenig bekannte Rebellengruppe aus der südwestlichen Region Baluchistan. Das Bombenattentat sei ein Racheakt für die Tötung von 30 Rebellen vor einigen Tagen gewesen, hieß es.

Die pakistanischen Taliban (TTP) hatten eine Beteiligung an dem Anschlag auf dem Markt bestritten. "Unsere Männer haben das nicht getan", teilte TTP-Sprecher Shahidullah Shahid mit. "Wir verurteilen es. Zivile Opfer sind bedauerlich." Die TTP werde sich an die von ihr bis zu diesem Donnerstag verlängerte Waffenruhe halten.

Der Anschlag ist der zweite in der pakistanischen Hauptstadt, seit die TTP Anfang vergangenen Monats eine Waffenruhe verkündeten. Premierminister Nawaz Sharif bemüht sich seit vergangenem Jahr um Friedensgespräche mit den Extremisten.

Innenminister Nisar Ali Khan besuchte den verwüsteten Markt und kündigte an, die Täter würden zur Rechenschaft gezogen. Zu dem Anschlag kam es am frühen Morgen, als sich nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen auf dem Gemüse- und Obstmarkt aufhielten.

"Es war eine gigantische Explosion", sagte der Verkäufer Ali. "Ich sah, wie Menschen durch die Gegend rannten. Blut und Körperteile waren überall."

Der Anschlag war der schwerste in Islamabad seit einem Angriff auf das dortige Marriott-Hotel im September 2008. Damals waren 40 Menschen getötet und mehr als 250 Menschen verletzt worden. Zu diesem Anschlag hatte sich eine Terrorgruppe mit Verbindungen zum Al-Kaida-Netz bekannt, mit dem auch die TTP zusammenarbeitet.

dpa

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