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Senator Scheele erinnert an ermordete Kinder

Geschichte Senator Scheele erinnert an ermordete Kinder

70 Jahre nach der Ermordung von 20 jüdischen Kindern in Hamburg-Rothenburgsort ist auf einer Veranstaltung in der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm der Opfer gedacht worden.

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Sozialsenator Detlef Scheele (SPD).

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Hamburg. In einem Grußwort erinnerte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) am Montag an die Umstände des NS-Verbrechens. Die zehn Jungen und zehn Mädchen, an denen in Neuengamme medizinische Experimente gemacht wurden, seien am 20. April 1945 völlig ahnungslos gewesen. Sie hätten an einen Ausflug geglaubt und noch Puppen und Spielzeug dabei gehabt. Am Morgen nach den Morden im Keller der Schule habe der Hausmeister das Holzspielzeug verfeuert. Alle Spuren des Verbrechens sollten verwischt werden. "Wir aber erinnern uns", betonte der Senator. Die Namen der Kinder und ihre Geschichte seien bekannt.

An der Gedenkveranstaltung nahmen neben Vertretern von Politik, Kirchen und Vereinen auch Angehörige der Opfer teil. 50 Jugendliche aus den Herkunftsländern der ermordeten Kinder zeichneten auf einem Workshop den Leidensweg der Jungen und Mädchen nach.

dpa

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