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Traditionsschiffer bangen wieder

Sicherheitsverordnung Traditionsschiffer bangen wieder

Neue Aufregung für die mehr als 100 Traditionsschiffe an Nord- und Ostsee: Angeblich will der amtierende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) noch in dieser Woche die umstrittene Sicherheitsverordnung für die historischen Schiffe in Kraft setzen. Das Ministerium dementiert.

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Die in Flensburg beheimatete Alexandra ist eines von mehr als 100 Traditionsschiffen an Nord- und Ostsee.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die Stralsunder SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen verlangte von Schmidt unverzüglich Auskunft: "Wir wollen wissen, was das Bundesministerium bei der Schiffssicherheitsverordnung genau plant." Und sie äußerte einen schlimmen Verdacht: „Jetzt scheint sich zu bestätigen, dass Alexander Dobrindt den Aufschub nur genutzt hat, um das Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten." Der bisherige Verkehrsminister, gegen den sich der Zorn der Traditionsschiffer richtet, hat mit dem Thema jetzt allerdings nichts mehr zu tun. Er ist inzwischen Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag - und Schmidt vertritt ihn als Verkehrsminister. 

Das Bundesverkehrsministerium kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Eine Sprecherin versicherte am Montag auf Anfrage, dass eine Unterzeichnung der Sicherheitsverordnung durch den amtierenden Minister nicht geplant sei. Sie verwies dagegen auf eine für kommenden Montag im Ministerium geplante Arbeitsgruppensitzung mit den Traditionsverbänden. Dabei solle über offene Fragen und Probleme gesprochen werden, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der Verordnung stünden. Die Traditionsschiffer hatten vorige Woche aber just aus jenem Ministerium den Hinweis bekommen, die umstrittene Verordnung werde diese Woche unterzeichnet. Nun wollen die Traditionsschiffer erst einmal Klarheit, woran sie wirklich sind. 

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