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Torsten Albig besucht JVA Lübeck

Sommerreise Torsten Albig besucht JVA Lübeck

Bei einem Besuch in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lübeck im Rahmen seiner Sommerreise hat sich Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) zum Grundsatz eines humanen Strafvollzugs bekannt. Dazu gehörten Arbeit und Sport als strukturierende Elemente ebenso wie regelmäßiger Kontakt zur Familie, sagte er am Dienstag nach einem Rundgang durch die JVA.

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Tobias Berger (l), Leiter der Justizvollzugsanstalt. und Ministerpräsident Torsten Albig in Lübeck.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Lübeck. „Eine Sporthalle im Gefängnis ist kein Luxus“, betonte Albig.

„Ich habe immer einen Kloß im Hals, wenn ich durch eine Justizvollzugsanstalt gehe. Das ging mir schon als junger Assessor so, und das ist heute nicht anders“, erzählte der Jurist. Ein Gefängnis habe immer etwas Beklemmendes. Politik müsse so viel wie möglich dafür tun, dass Menschen gut vorbereitet wieder rauskommen, sagte der Ministerpräsident.

Bei seinem Rundgang sprach Albig mit Mitarbeitern über Belastungen in ihrem Arbeitsalltag. Nach einer Geiselnahme an Heiligabend 2014, die Anstaltsleiterin Agnete Mauruschat später ihren Posten kostete, hatte es Berichte über verängstigte Beschäftigte gegeben. In der JVA arbeiten 322 Menschen, davon 234 im Vollzugsdienst. Sie kümmern sich um derzeit 440 Gefangene. „Eine JVA ist nicht gerade ein strahlend schöner Ort, aber auch das gehört zu unserem Land“, sagte Albig.

Am Nachmittag wollte er die Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung in Eutin und ein Ausbildungszentrum des Jugendaufbauwerks in Plön besuchen. Bis zum Freitag stehen noch sechs Stationen auf Albigs Programm. Unter anderem will er am Donnerstag die Flüchtlingsunterkunft in der Rantzau-Kaserne in Boostedt besuchen. Seine Sommerreise geht am Freitag auf der Insel Helgoland zu Ende.

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