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Stadt und Wohnungswirtschaft besiegeln neues "Bündnis für das Wohnen"

Wohnungspolitik Stadt und Wohnungswirtschaft besiegeln neues "Bündnis für das Wohnen"

Mindestens 10 000 neue Baugenehmigungen sollen bis 2020 jedes Jahr in Hamburg erteilt werden, 3000 von ihnen für geförderte Wohnungen. Stadt und Wohnungswirtschaft erneuerten und erweiterten dazu ihr schon 2011 vereinbartes "Bündnis für das Wohnen".

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Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (r - SPD). l: Andreas Breitner (VNW).

Quelle: Daniel Reinhardt

Hamburg. Die Neuauflage des Bündnisses von Stadt und Wohnungswirtschaft zum Bau neuer Wohnungen in Hamburg ist besiegelt. Vertreter des Senats, der Bezirke und der Wohnungswirtschaft unterzeichneten am Dienstag im Rathaus einen Vertrag, wonach bis 2020 jedes Jahr mindestens 10 000 Baugenehmigungen erteilt werden sollen, 3000 davon für geförderte Wohnungen.

Im vorangegangenen, im September 2011 unterzeichneten "Bündnis für das Wohnen" lag die Zielmarke bei 6000 Baugenehmigungen pro Jahr, 2000 davon für geförderte Wohnungen. Allein im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Stadtentwicklungsbehörde bereits 8521 Wohnungen fertiggestellt. Die Zahl der neuen Baugenehmigungen lag bei 9560 - 1397 weniger als 2014 und 768 weniger als 2013.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) betonte, durch die Neuauflage werde das bereits größte Wohnungsbauprogramm in Deutschland noch einmal ausgeweitet. "Unser vorrangiges Ziel ist (...) für Haushalte mit mittleren und niedrigen Einkommen Wohnungen zur Verfügung zu stellen", sagte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD). Erreicht werden soll dies sowohl durch Verdichtung als auch durch eine "behutsame Ausweitung" der Baugebiete.

Während die Wohnungswirtschaft, die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Handelskammer das geschmiedete Bündnis begrüßten, zeigten sich CDU und FDP kritisch. Aus Sicht der Linken müsste das Verhältnis geförderter und frei finanzierter Wohnungen umgekehrt werden - 7000 Sozialwohnungen zu 3000 freien Miet- und Eigentumswohnungen.

Auch die Umweltverbände gaben sich nicht sonderlich erfreut. "Die neue Schlagzahl von 10 000 Wohnungen pro Jahr ignoriert das Problem der zunehmenden Flächenversiegelung in Hamburg", erklärte BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch. Das sei verantwortungslos. Nabu-Chef Alexander Porschke sprach von einem Angriff auf noch freie Grünflächen. Schließlich benötige das Bündnis pro Jahr ein Minimum von 67 Hektar Bauland.

dpa

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