17 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Stegner lehnt Hilfspolizei ab

Wohnungseinbrüche Stegner lehnt Hilfspolizei ab

Stegner gegen Maizière-Idee einer Wachpolizei: Sicherheit sei kein Bereich für „Crashkurs-Ordnungshüter“, sagt der SPD-Landeschef. Dabei hat die Landesregierung selbst bereits Hilfsbeamte für die Landespolizei bestellt.

Voriger Artikel
Bischöfin Fehrs blieb Fastenbrechen wegen Özgoguz fern
Nächster Artikel
Bürgerschaft: Maghrebstaaten als sichere Herkunftsländer?

Sicherheit sei kein Bereich für „Crashkurs-Ordnungshüter“, sagt der SPD-Landeschef.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer (Archiv)

Kiel. SPD-Vize Ralf Stegner lehnt eine von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) ins Spiel gebrachte neuartige Wachpolizei mit Kurzzeitausbildung gegen Wohnungseinbrüche ab. „Wir brauchen (...) gut ausgebildete ordentlich bezahlte Polizisten“, sagte Stegner am Donnerstag. Die öffentliche Sicherheit sei kein „Feld für Crashkurs-Ordnungshüter“. Um die innere Sicherheit tatsächlich zu erhöhen, müssten zusätzliche Stellen geschaffen werden. „Herr de Máiziere will billige Hilfssherifs für Kriminalitätsbekämpfung“, twitterte der schleswig-holsteinische Fraktionschef.

Dabei hat das Kieler Innenministerium in diesem Jahr selbst 13 Hilfsbeamte für die Landespolizei bestellt. Sie werden allerdings „ausschließlich für die Wahrnehmung verkehrspolizeilicher Angelegenheiten im Rahmen der Schwerlast- und Gefahrguttransportbegleitung“ eingesetzt, wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der CDU aus dem Mai hervorgeht. Es handele sich dabei entweder um pensionierte Polizeibeamte oder um Menschen mit einschlägiger Berufserfahrung wie Berufskraftfahrer.

„Einmal mehr fordert Stegner auf Bundesebene das exakte Gegenteil dessen, was seine Partei in Schleswig-Holstein in der Regierungsverantwortung macht“, sagte CDU-Fraktionschef Daniel Günther der Deutschen Presse-Agentur. Innenminister Stefan Studt (SPD) bestelle auf Antrag von Städten Hilfspolizisten, weil der Polizei Personal fehle.

„Und das Land selbst setzt seit diesem Jahr Hilfspolizisten für die Begleitung von Schwertransporten ein“, kritisierte Günther. Es sei „ungehörig“, dass Stegner diese als „billige Hilfssheriffs“ beschimpfe.

De Maizière hatte den Ländern einen verstärkten Einsatz einer Wachpolizei vorgeschlagen. Diese sollte besetzt sein mit „Kräften, die über eine Kurzausbildung verfügen und begrenzte Befugnisse haben, aber Uniform und Waffe tragen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3