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Stiftung zur Erinnerung an Kniefall von Warschau gegründet

Politik Stiftung zur Erinnerung an Kniefall von Warschau gegründet

An den früheren Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) und seinen Kniefall in Warschau am 7. Dezember 1970 will eine in Lübeck neu gegründete Stiftung erinnern. Ziel der Stiftung sei es unter anderem, auf die in vielen Teilen der Welt herrschenden Missstände aufmerksam zu machen, die für Flucht und Vertreibung verantwortlich seien, sagte die Vorsitzende des Stiftungsrats, Birgit Grasse.

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Willy Brandt kniet am 07.12.1970 vor dem Mahnmal im einstigen jüdischen Ghetto. Foto: dpa/Archiv

Lübeck. Ihr Ehemann Rolf Grasse hatte die Stiftung kurz vor seinem Tod im März dieses Jahres ins Leben gerufen und mit einem Kapital von einer Million Euro ausgestattet. 

Bei der offiziellen Gründungsfeier der "Stiftung zum 7. Dezember 1970" am 7. Dezember in der Lübecker Aegidienkirche wird unter anderem der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm (SPD) sprechen. Brandt war bei einem Besuch in Warschau am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos auf die Knie gefallen. Diese Demutsgeste wurde zum Symbol der neuen Ostpolitik. 

Künftig will die Stiftung jedes Jahr um den 7. Dezember herum in einer der Lübecker Innenstadtkirchen ein Konzert zur Erinnerung an Brandts Kniefall veranstalten. Außerdem sind Vorträge, Ausstellungen und eine enge Kooperation mit dem Lübecker Willy-Brandt-Haus geplant, um die Erinnerung an das Ereignis wach zu halten. 

dpa

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