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Straßen-Streitgespräch zwischen CDU und DGB zum Mindestlohn

Arbeit Straßen-Streitgespräch zwischen CDU und DGB zum Mindestlohn

Politik-Disput auf der Straße in Kiel: Vor der Landeszentrale der Nord-CDU haben DGB-Landeschef Uwe Polkaehn und führende Christdemokraten über den Mindestlohn gestritten.

Kiel. "Seien Sie doch treu zum Koalitionsvertrag, den wir an dieser Stelle auch mit unterstützen", forderte Polkaehn am Dienstagmittag unter Beobachtung von Passanten. Der Mindestlohn habe zu mehr Beschäftigung geführt.

CDU-Vorstandsmitglied Hans-Jörn Arp stellte den Mindestlohn von 8,50 Euro nicht infrage: "Es ist entschieden, und damit ist das Thema durch", sagte er. In der praktischen Umsetzung der Vorschriften gebe es aber Probleme, etwa in der Gastronomie, bei Erntehelfern oder Großveranstaltungen. "Gerade in den Details ist das Gesetz nicht flexibel genug, um auf solche Ausnahmesituationen zu reagieren."

Polkaehn zeigte sich bereit, nach einem vernünftigen Zeitraum, etwa einem Jahr, Bilanz zu ziehen, aber nicht schon jetzt nach wenigen Monaten. Dass die Betriebe Arbeitszeiten dokumentieren müssten, habe mit einem Bürokratiemonster nichts zu tun. In der Sache brachte der Disput auf der Straße keine große Annäherung, aber bei freundlichen Frühlingswetter trennten sich beide Seiten ebenso freundlich.

dpa

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