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Synodentagung zu Flüchtlingen: Veränderungen im Blick haben

Kirche Synodentagung zu Flüchtlingen: Veränderungen im Blick haben

Die Situation der Flüchtlinge bewegt die Gemeinden der Nordkirche. Zum Auftakt der Synodentagung rief Landesbischof Ulrich zur Solidarität auf: Flüchtlinge sind hier und sie sind Mitmenschen.

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Die Flüchtlingskrise wird Thema der Synodentagung der Nordkirche sein.

Quelle: Bernd Wüstneck/Archiv

Travemünde. Mit einer Erklärung der Kirchenleitung zur Flüchtlingssituation hat am Donnerstag die elfte Tagung der Landessynode der Nordkirche begonnen. Die Erklärung soll am Samstag von der Synode diskutiert und verabschiedet werden.

Angesicht der Nachrichten über Flüchtlinge, die zu Tausenden in Lagern, unterwegs auf Feldwegen oder in Zügen und auf Bahnhöfen gestrandet seien, werde klarer, dass das keine Episode ist, sagte Landesbischof Gerhard Ulrich. "Die Flüchtlingsströme werden nicht abebben, solange in den Heimatländern Krieg, Zerstörung und Hunger herrschen und die Weltgemeinschaft es nicht fertigbringt, Maßnahmen für Frieden und Abrüstung zu erreichen", sagte er. "Wenn wir über die Zukunft unserer Gemeinden nachdenken, müssen wir die Veränderungen im Blick haben, über die wir nicht abstimmen können. Die Flüchtlinge sind hier, sie sind Mitmenschen, und ihre Anwesenheit löst vielfältige Reaktionen aus", sagte Ulrich.

Die Flüchtlingskrise ist auch Thema einer Diskussion der Kirchenparlamentarier mit Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) am Freitagabend. Weitere zentrale Themen der dreitägigen Synodentagung in Lübeck-Travemünde sind der Klimaschutz und die Perspektiven der Ortsgemeinden.

Am Nachmittag wollten die Synodalen ein Klimaschutzgesetz beschließen, dessen Entwurf zuvor auf allen Ebenen der Nordkirche intensiv diskutiert worden war. Darin verpflichten sich Landeskirche und Kirchenkreise, jeweils 0,8 Prozent der jährlichen Zuweisungen an Steuermitteln für Klimaschutz auszugeben. Mindestens 2,7 Millionen Euro pro Jahr sollen so nach Angaben der Synode bereitgestellt werden. Die Nordkirche will bis 2050 klimaneutral werden. 

Die 156 Mitglieder der Landessynode vertreten rund 2,2 Millionen evangelische Christen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

dpa

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