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Luftangriffe lösen Terrorproblem nicht

Torsten Albig: Luftangriffe lösen Terrorproblem nicht

Einfache Antworten auf die Terrorgefahr hat auch der Kieler Regierungschef nicht. Albig befürchtet weitere Attentate als Reaktion auf Luftangriffe in Syrien und setzt auf langfristige Friedensarbeit.

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Einfache Antworten auf die Terrorgefahr hat auch der Kieler Regierungschef nicht.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Für den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig kann militärische Gewalt kein alleiniges Mittel gegen den Terrorismus sein. „Ich habe Zweifel daran, dass eine reine militärische Reaktion allein wirklich einen entscheidenden Beitrag zum Kampf gegen Terrorismus leisten kann“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Meine große Sorge ist, dass Bomben von jungen Fanatikern mit Sprengstoffattentaten in Europa beantwortet werden“, sagte Albig mit Blick auf den Bundeswehreinsatz. Die Bundeswehr beteiligt sich nicht an Bombardierungen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien, unterstützt den Einsatz aber mit Aufklärungs-„Tornados“.

Es sei aber auch keine Zeit für intellektuelle Belehrungen, betonte Albig. Frankreich brauche die Unterstützung auch von Deutschland. „Wir sind Teil eines Bündnisses und unsere Bündnispartner müssen sich auf uns verlassen können.“ Es gebe in der Frage der Terrorbekämpfung leider keine einfachen Antworten.

In den letzten drei Jahrzehnten habe es im Nahen und Mittleren Osten keinen Mangel an militärischen Aktionen gegeben. „Wir dürfen nicht glauben, solche Konflikte könnten am Ende wirklich mit Luftangriffen gelöst werden“, sagte der Kieler Regierungschef. „Hass ist auf Dauer nicht mit Gewalt, sondern nur mit Humanität zu besiegen.“ Dies sei eine Aufgabe von Jahrzehnten. „Ich glaube, wir müssen über viele Jahre Friedensarbeit leisten, um den Hass aus den Menschen herauszubekommen.“

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