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Trauer um "großen Hamburger Bürger": Helmut Greve gestorben

Senat Trauer um "großen Hamburger Bürger": Helmut Greve gestorben

Der Hamburger Ehrenbürger Prof. Helmut Greve ist tot. Er starb im Alter von 94 Jahren. Bürgermeister Olaf Scholz würdigte den Mäzen als "idealen Hamburger Unternehmer und einen großen Hamburger Bürger".

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Der Hamburger Ehrenbürger Prof. Helmut Greve.

Quelle: Ulrich Perrey/Archiv

Hamburg. Er galt als einer der größten Mäzene in der Geschichte Hamburgs: Nun ist Prof. Helmut Greve in der Nacht zu Montag im Alter von 94 Jahren gestorben, wie Senat und Bürgerschaft mitteilten. Der gebürtige Hamburger förderte mit seiner Frau Prof. Hannelore Greve - ebenfalls Ehrenbürgerin - über Jahrzehnte Kultur, Wissenschaft und soziale Projekte in Hamburg ebenso wie auf internationaler Ebene. Unter anderem verdanke die Stadt dem Ehepaar Greve die Stiftung der Flügelbauten der Universität Hamburg, teilten Senat und Bürgerschaft mit. Sie gehöre zu den größten privaten wissenschaftlichen Stiftungen seit Gründung der Bundesrepublik.

"Helmut Greve war durch und durch Hanseat - klug und beharrlich, kreativ und großzügig", erklärte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit. Mit hohem persönlichen Einsatz und gesellschaftlichem Verantwortungsgefühl habe der Hamburger Ehrenbürger mit seiner Frau Wissenschaft, Kultur und unzählige soziale Projekte gefördert - "und damit Spuren in Hamburg, aber auch weit über unsere Landesgrenzen hinterlassen". Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) betonte: "Wir trauern um einen idealen Hamburger Unternehmer und einen großen Hamburger Bürger." Greve habe seinen großen unternehmerischen Erfolg mit verantwortlichem Bürgersinn und sozialem Gewissen verbunden. "Gewinn hatte erst dann einen Wert, wenn er auch dem Gemeinwohl diente."

Hannelore und Helmut Greve war die Ehrenbürgerschaft in Würdigung ihres beeindruckenden Lebenswerkes 2005 verliehen worden. So habe das Ehepaar unter anderem die Anschubfinanzierung der Akademie der Wissenschaften geleistet und das Institut für Friedensforschung sowie den Ausbau von drei Abteilungen der Ambulanten Chemotherapie im Universitätsklinikum Eppendorf gefördert.

dpa

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