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Turbo-Abi bleibt

Volksinitiative vorerst gescheitert Turbo-Abi bleibt

Die Volksinitiative „G9 jetzt“ ist vorerst gescheitert. Ein Jahr nach dem Start haben die Gegner des Turbo-Abiturs erst gut 10000 Unterschriften beisammen. Für einen Erfolg hätte die Initiative des Elternvereins binnen eines Jahres mindestens 20000 Unterstützer benötigt.

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„Wir haben es bisher nicht geschafft, sammeln aber weiter Unterschriften“, sagte die Initiativen-Sprecherin Astrid Schulz-Evers.

Quelle: Montage Suling

Kiel. „Wir haben es bisher nicht geschafft, sammeln aber weiter Unterschriften“, sagte die Initiativen-Sprecherin Astrid Schulz-Evers. Nach dem Landesrecht ist das möglich, allerdings mit einer entscheidenden Einschränkung: Jede Unterschrift gilt nur zwölf Monate. Bei der G9-Initiative verfallen also in diesen Tagen die zahlreichen Unterschriften, die in der Startphase Mitte März 2013 gesammelt wurden. Damit wird die Erfolgshürde immer höher.

„Das Thema bleibt aktuell“, konterte Schulz-Evers. In Hamburg, Hessen und Niedersachsen gebe es eine breite Bewegung gegen das Turbo-Abi G8. „Wenn weitere Bundesländer kippen sollten, kann sich auch Schleswig-Holstein dem Sog nicht entziehen.“ Der Elternverein plant zudem eine „Sonderaktion“, um auf das G8-Problem an den Gymnasien in Schleswig-Holstein aufmerksam zu machen. Wann und was geplant ist, will Schulz-Evers allerdings nicht verraten.

Rückendeckung bekommt die Initiative von der FDP. Sie hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem die Gymnasien entscheiden dürfen, ob sie G8, G9 oder beide Bildungsgänge anbieten. Der Entwurf wird am Donnerstag im Landtag beraten, dürfte aber abgebügelt werden.

Das neue Schulgesetz, das erst im Januar verabschiedet worden war, schreibt für die Gymnasien G8 vor, gewährt aber den 15 Schulen, die G9 oder Mischmodelle anbieten, einen Bestandsschutz.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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