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Uni-Präsident: Bildung muss bei TTIP ausgeklammert werden

Hochschulen Uni-Präsident: Bildung muss bei TTIP ausgeklammert werden

Die Bildungsthemen müssen nach Ansicht von Hamburgs Universitätspräsident Dieter Lenzen vom geplanten Freihandelsabkommen mit den USA unbedingt ausgenommen werden.

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Der Präsident der Universität Hamburg Dieter Lenzen.

Quelle: Axel Heimken

Hamburg. TTIP sei "ein ganz großes Risiko", warnte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agenur wenige Tage vor dem ersten Transnational University Leaders Council in Hamburg - einem Treffen führender Hochschulpräsidenten aus der ganzen Welt zur Zukunft der globalen Hochschulsysteme.

Bislang sei das Thema weder bedacht noch diskutiert worden, sagte der Vize der Hochschulrektorenkonferenz. "Dabei wäre mit TTIP Bildung faktisch als Ware freigegeben und man könnte die Uhr danach stellen, wie innerhalb kürzester Zeit Scharen von US-Universitäten und -Schulen hier Niederlassungen eröffnen."

Die Folge wäre etwa der Wechsel guter Lehrer an derartige neue Privatschulen, weil diese besser bezahlten. Und dann trete genau der Effekt ein, der in den USA schon bekannt sei: "Das staatliche Schulsystem wird zweite Klasse." Diese Sorge bestehe übrigens auch in anderen europäischen Ländern, betonte Lenzen.

dpa

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